📞
Service 0800/0110113
🤲
Qualität Handgemacht in Deutschland
🚚
Versand Kostenlos DE-weitDeutschlandweit
Hochbeete nach Maß - Logo
✦
Größe & Material frei wählbar Individuell für Sie
  • Ihr Warenkorb
  • 0 Artikel | 0,00 €
  • 0 | 0,00 €
  • Cortenstahl Hochbeete
  • Cortenstahl Sichtschutzwände
  • Cortenstahl Raumteiler
  • Cortenstahl Stützmauern
  • Trittsteine & mehr

Cortenstahl Hochbeete

Maßgefertigte Cortenstahl Hochbeete gefertigt in Deutschland - rechteckig, rund, L-Form, U-Form und abgesetzt

Rechteckiges Cortenstahl Hochbeet
Rechteckige Hochbeete Klassische rechteckige Hochbeete aus Cortenstahl individuell in Deutschland gefertigt
Rundes Cortenstahl Hochbeet
Runde Hochbeete Elegante runde Hochbeete aus Cortenstahl für harmonische Gartengestaltung
L-förmiges Cortenstahl Hochbeet
L-Form Hochbeete Platzsparende L-Form Hochbeete für Ecken und Kanten im Garten und auf der Terrasse
U-förmiges Cortenstahl Hochbeet
U-Form Hochbeete Praktische U-Form Hochbeete aus Corten für optimale Raumnutzung im Garten
Abgesetztes Cortenstahl Hochbeet
Abgesetzte Hochbeete Moderne abgesetzte Corten Hochbeete mit Terrassen-Effekt

Cortenstahl Stützmauern

3 und 4mm starke Stützmauern zur Hangabsicherung aus Cortenstahl

Cortenstahl Stützmauer
Stützmauer-Elemente Gerade Elemente, Ecken und Mauern mit Gefälle aus 3 und 4 mm starkem Cortenstahl
Online-Planer für Stützmauern und Hochbeete
Online-Planer Für größere Projekte: Mauerzüge mit Ecken oder Beetlandschaften zeichnen, Preis je Position sehen

Trittsteine & mehr

Dekorative Elemente aus Cortenstahl - Trittsteine, Auflageprofile und mehr

Cortenstahl Trittsteine
Trittsteine Stilvolle Trittsteine aus wetterbeständigem Cortenstahl
Cortenstahl Auflageprofile in L- oder U- Form
Auflage Profile 2mm starke Auflageprofile in L- und U-Form aus robustem Cortenstahl
Start › Blog › Pflanzenportraits
Ein buschiger Oreganostrauch mit kleinen, ovalen, dunkelgrünen Blättern wächst kompakt am sonnigen Rand eines Cortenstahl-Hochbeets
18.10.2026Pflanzenportraits14 Min. Lesezeit

Inhalt

  1. Ein mediterraner Halbstrauch mit kräftigem Aroma
  2. Standort: vollsonnig, mager und windoffen
  3. Boden: mager, kalkhaltig und gut durchlässig
  4. Pflanzung: im Frühjahr, mit ausreichend Abstand
  5. Gießen: sparsam, wie bei den übrigen mediterranen Kräutern
  6. Rückschnitt: regelmäßig, aber nur ins junge Holz
  7. Überwinterung: winterhart, wenn der Boden trocken bleibt
  8. Oregano und Majoran: verwandt, aber nicht gleich
  9. Vermehrung: Teilung, Stecklinge und Aussaat
  10. Ernte und Verwendung in der Küche
  11. Oregano neben anderen Kräutern und als Bienenweide
  12. Häufige Fehler im Überblick

Oregano im Portrait

Kaum ein Kraut wird so selbstverständlich mit einem einzigen Gericht verbunden wie Oregano mit der Pizza, dabei steckt in der Pflanze deutlich mehr als dieser eine Auftritt. Oregano (Origanum vulgare) ist ein mediterraner Halbstrauch, der wie Rosmarin und Thymian auf vollsonnige, magere und kalkhaltig durchlässige Standorte angewiesen ist, sich aber im Aroma, im Wuchs und in der Winterhärte deutlich von beiden unterscheidet. Wer Oregano im Hochbeet kultiviert, bekommt eine robuste, mehrjährige Pflanze, die über Jahre am selben Platz steht und mit zunehmendem Alter kräftiger und aromatischer wird, statt wie viele Küchenkräuter nach ein oder zwei Jahren nachgezogen werden zu müssen.

Dieses Portrait beschreibt Standort, Boden, Pflanzung, Rückschnitt, Überwinterung, Vermehrung und Ernte von Oregano im Hochbeet und geht dabei auf eine Verwechslung ein, die im Kräuterbeet häufig vorkommt: Oregano gilt botanisch als der wilde Majoran, auch Dost genannt, und ist damit näher mit dem separat kultivierten Majoran verwandt als mit den übrigen mediterranen Kräutern dieser Reihe. Worin sich beide trotz der gemeinsamen Gattung unterscheiden, klärt ein eigener Abschnitt weiter unten.

Ein buschiger Oreganostrauch mit kleinen, ovalen, dunkelgrünen Blättern wächst kompakt am sonnigen Rand eines Cortenstahl-Hochbeets

Ein mediterraner Halbstrauch mit kräftigem Aroma

Oregano stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst dort auf trockenen, steinigen Hängen und Böschungen, oft zwischen Felsen und in voller Sonneneinstrahlung. Wie Rosmarin und Thymian ist Oregano ein Halbstrauch: An der Basis verholzen die Triebe mit den Jahren, während die oberen Triebspitzen krautig weich bleiben und jährlich neu austreiben. Diese Bauweise unterscheidet Oregano von krautigen Stauden wie Zitronenmelisse oder Minze, die im Winter vollständig oberirdisch einziehen, und erklärt zugleich, warum ein zu radikaler Rückschnitt ins alte Holz der Pflanze schadet.

Die Blätter sind klein, oval, dunkelgrün und leicht behaart, an manchen Sorten mit einem rötlichen Anflug an den Stängeln. Reiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern, entfaltet sich ein kräftiges, leicht bitteres, würzig-erdiges Aroma, das deutlich intensiver ausfällt als bei den meisten anderen Küchenkräutern des Hochbeets. Diese Kräftigkeit ist der Grund, warum Oregano in der Küche meist sparsam dosiert und häufiger getrocknet als frisch verwendet wird, wozu weiter unten mehr steht.

Im Handel finden sich neben der Wildform mehrere Sorten, die sich in Wuchshöhe, Blattgröße und Aromastärke unterscheiden, etwa kompaktere Polster für den Beetrand oder besonders würzige Sorten für die Küche. Für den Standort im Hochbeet spielt diese Sortenwahl kaum eine Rolle, da alle Formen dieselben mageren, sonnigen Bedingungen verlangen. Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung ist eher, wie stark das Aroma sein soll und wie viel Platz die Pflanze am Beetrand beanspruchen darf.

Standort: vollsonnig, mager und windoffen

Oregano braucht einen vollsonnigen Standort, an dem die Pflanze möglichst viele Stunden am Tag direktes Licht bekommt. An einem schattigeren Platz wächst die Pflanze zwar noch, bleibt aber schlaksig, blüht schwächer und entwickelt spürbar weniger ätherische Öle, sodass das Aroma merklich nachlässt. Für Sie bedeutet das: Wer Oregano vor allem wegen seines Würzwerts anbaut, sollte ihm im Hochbeet den sonnigsten verfügbaren Platz einräumen, selbst wenn dort auch andere Kräuter gerne stünden.

Wind verträgt Oregano gut, anders als manche empfindlicheren Kräuter profitiert die Pflanze sogar von einer luftigen Lage, weil feuchte, stehende Luft zwischen dichtem Bewuchs Pilzbefall begünstigt. Ein offener, sonniger Rand des Hochbeets, an dem die Luft frei zirkulieren kann, ist deshalb einem geschützten, aber schattigeren Winkel vorzuziehen. Gerade in Kombination mit den ebenfalls sonnenliebenden Kräutern Rosmarin und Thymian ergibt sich am Beetrand eine Zone, die für alle drei Pflanzen gleichermaßen passt.

Im Hochbeet selbst empfiehlt sich für Oregano dieselbe magere, warme Randzone, die auch für Rosmarin und Thymian genutzt wird. Diese Randlage profitiert von der Kopplung an die Außenluft: Die Cortenstahlwand bindet den Rand des Beets an das Außenklima an, sodass es dort tagsüber wärmer und nachts kälter wird als in der Mitte der Füllung. Für einen mageren, wärmeliebenden Mittelmeerbewohner wie Oregano ist genau dieses Kleinklima von Vorteil, während es für frostempfindlichere Kulturen eher ein Risiko darstellt.

Mehrere Oreganopflanzen stehen in voller Sonne am windoffenen Rand eines Hochbeets neben Rosmarin und Thymian

Boden: mager, kalkhaltig und gut durchlässig

Beim Boden folgt Oregano derselben Regel wie Rosmarin und Thymian: mager statt nährstoffreich, kalkhaltig statt sauer, und vor allem gut durchlässig statt schwer und verdichtet. Ein zu nährstoffreicher, feuchter Boden lässt die Pflanze zwar üppig wachsen, verwässert dabei aber das Aroma deutlich und macht die Triebe weicher und anfälliger für Fäulnis. Wer intensiv würzigen Oregano ernten möchte, sollte die Fülle des Wuchses also bewusst der Aromakonzentration unterordnen und nicht zusätzlich düngen.

Im normalen Schichtaufbau eines Hochbeets, mit grobem Material unten, Rasensoden, Laub und Kompost darunter und reifer Erde oben, ist die obere Schicht für Oregano meist zu nährstoffreich. Sinnvoll ist deshalb eine eigene magere Zone, wie sie auch für die anderen mediterranen Kräuter angelegt wird.

Grobkörniger Sand oder feiner Kies wird dafür unter die Erde gemischt, bis der mineralische Anteil gegenüber dem übrigen Beet deutlich steigt. Diese abgemagerte Insel muss nicht groß sein, sollte aber alle mediterranen Kräuter zusammenfassen, damit man sie nicht mehrfach anlegen muss.

Kalk verträgt Oregano gut und bevorzugt eher einen leicht alkalischen als einen sauren Boden. Ist der übrige Hochbeetinhalt eher neutral bis leicht sauer, wie es bei den meisten Gemüsekulturen üblich ist, kann man der mageren Kräuterzone eine kleine Menge Gartenkalk beimischen, ohne dass dies den restlichen Beetinhalt beeinträchtigt, solange die Zone räumlich abgegrenzt bleibt.

Pflanzung: im Frühjahr, mit ausreichend Abstand

Gepflanzt wird Oregano am besten im späten Frühjahr, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und der Boden sich bereits erwärmt hat. Der Pflanzabstand sollte mit dreißig bis vierzig Zentimetern bemessen werden, da ein etablierter Oreganostrauch mit den Jahren spürbar in die Breite wächst und benachbarte Kräuter sonst überwuchert. Setzen Sie die Jungpflanze nicht tiefer, als sie im Topf stand, und lockern Sie den Wurzelballen vor dem Einsetzen leicht, damit sich die Wurzeln zügig im neuen, mageren Substrat ausbreiten.

In den ersten zwei bis drei Wochen nach der Pflanzung braucht Oregano etwas regelmäßigere Wassergaben, bis sich das Wurzelsystem etabliert hat. Danach dreht sich das Verhältnis um: Eine zu häufige Bewässerung schadet der Pflanze mehr als gelegentliche Trockenheit, und Sie sollten bewusst zur sparsamen Seite tendieren, sobald die Anwachsphase abgeschlossen ist.

Wer Oregano zusammen mit anderen mediterranen Kräutern in derselben mageren Zone pflanzt, sollte auf ausreichenden Abstand zu Rosmarin achten, da dieser mit den Jahren zu einem stattlichen Halbstrauch heranwächst und Oregano sonst verschattet. Thymian dagegen bleibt niedriger und lässt sich problemlos als niedrigerer Nachbar am Rand der Zone unterbringen, während Oregano selbst eher die mittlere Höhe einnimmt.

Eine Hand setzt eine junge Oreganopflanze mit leicht gelockertem Wurzelballen in eine magere, sandig durchmischte Hochbeeterde

Gießen: sparsam, wie bei den übrigen mediterranen Kräutern

Beim Gießen gilt für Oregano dieselbe Grundregel wie für Rosmarin und Thymian: lieber selten und durchdringend als häufig in kleinen Mengen. Die im Blog beschriebene Grundtechnik aus "Hochbeet richtig gießen" gilt auch hier, mit der Einschränkung, dass die magere Kräuterzone insgesamt sparsamer versorgt wird als das übrige Beet.

Prüfen Sie mit der Fingerprobe, ob die oberen Zentimeter der mageren Zone abgetrocknet sind, bevor erneut gegossen wird, und geben Sie im Zweifel lieber zu wenig als zu viel Wasser.

Staunässe verträgt Oregano ausgesprochen schlecht und reagiert darauf mit Wurzelfäule, die sich zunächst kaum bemerkbar macht und dann innerhalb weniger Tage zum Absterben ganzer Triebe führt. Ein durchlässiger, mit Sand oder Kies abgemagerter Untergrund ist deshalb wichtiger als eine großzügige Wassergabe, gerade in niederschlagsreichen Sommern, in denen die übrige Bepflanzung des Hochbeets eher zusätzliches Gießen verlangt.

In besonders trockenen, heißen Sommern kommt Oregano mit deutlich weniger Wasser aus als die meisten anderen Hochbeetkulturen und zeigt Trockenstress erst spät, meist durch leicht hängende, aber nicht welke Blätter. Diese Genügsamkeit macht Oregano zu einem der pflegeleichtesten Kräuter im Hochbeet, sobald die magere Zone einmal eingerichtet ist und die Pflanze angewachsen ist.

Rückschnitt: regelmäßig, aber nur ins junge Holz

Der Rückschnitt folgt bei Oregano derselben Regel wie bei Rosmarin: Geschnitten werden darf nur ins junge, noch grüne Holz, nicht in die älteren, bereits verholzten Triebe an der Basis. Schneiden Sie zu tief ins alte Holz zurück, treibt die Pflanze an dieser Stelle häufig nicht mehr aus, und es entstehen kahle, dauerhaft unbewachsene Lücken im Strauch. Ein Rückschnitt bis knapp über den unteren, noch grünen Blattpaaren ist deshalb die sicherere Wahl.

Im Frühjahr, kurz vor dem neuen Austrieb, empfiehlt sich ein moderater Formschnitt, der die Pflanze kompakt hält und die Verzweigung anregt. Über den Sommer wirkt die laufende Ernte bereits als Schnittmaßnahme, da regelmäßiges Abzupfen der Triebspitzen die Pflanze zu buschigerem Wuchs anregt, statt sie hochschießen zu lassen. Wer Oregano sich selbst überlässt, bekommt mit den Jahren einen sperrigeren, an der Basis verkahlenden Strauch, der weniger aromatisches Laub liefert als ein regelmäßig geschnittenes Exemplar.

Zeigt Oregano im Hoch- oder Spätsommer seine kleinen, rosa bis violetten Blütenstände, sollten Sie einen Teil davon vor der Ernte belassen, denn die Blüte zieht zahlreiche Bienen und andere Bestäuber an. Möchten Sie dagegen vor allem intensiv würziges Laub ernten, schneiden Sie blühende Triebe rechtzeitig zurück, da sich das Aroma nach der Blüte in den Blättern spürbar abschwächt.

Eine Gartenschere kürzt einen jungen, noch grünen Oreganotrieb knapp über einem gesunden Blattpaar, während die verholzte Basis der Pflanze unberührt bleibt

Überwinterung: winterhart, wenn der Boden trocken bleibt

Oregano gilt, anders als Rosmarin, als zuverlässig winterhart und übersteht normale mitteleuropäische Winter im Freiland ohne besonderen Schutz, solange der Standort trocken bleibt. Die entscheidende Bedingung ist dabei nicht die Kälte selbst, sondern Nässe in Verbindung mit Frost: Ein Wurzelballen, der im Winter dauerhaft feucht steht, fault eher, als dass er erfriert. Der magere, durchlässige Untergrund, den Oregano ohnehin für den Sommer braucht, kommt der Pflanze deshalb auch im Winter zugute.

In besonders schneearmen, kalten Lagen kann eine lockere Schicht aus Reisig oder Laub über der Wurzelbasis zusätzlichen Schutz bieten, ist aber in den meisten Regionen des Landes nicht zwingend erforderlich. Wichtiger als ein Winterschutz von oben ist, dass der Standort im Herbst nicht durch Regen oder Schmelzwasser zusätzlich vernässt, etwa weil er in einer Senke des Hochbeets liegt, in der sich Feuchtigkeit sammelt.

Nach besonders harten Wintern kann es vorkommen, dass einzelne, ältere und bereits stark verholzte Triebe absterben, während der übrige Strauch unbeschadet neu austreibt. Schneiden Sie im Frühjahr sichtbar abgestorbene, trockene Triebe heraus, sobald der neue Austrieb erkennbar ist, damit die Pflanze ihre Kraft nicht in totes Holz steckt und die Lücken zügig nachwachsen.

Oregano und Majoran: verwandt, aber nicht gleich

Oregano trägt im Deutschen auch den Namen wilder Majoran oder Dost, wie man schon an diesen beiden Bezeichnungen ablesen kann, und dieser Name kommt nicht von ungefähr: Botanisch gehören Oregano (Origanum vulgare) und Majoran (Origanum majorana) derselben Gattung Origanum an und sind damit enger miteinander verwandt als mit den übrigen mediterranen Kräutern dieser Reihe wie Rosmarin oder Thymian. Diese nahe Verwandtschaft führt im Kräuterbeet gelegentlich zu Verwechslungen, sowohl beim Kauf der Jungpflanzen als auch beim Blick auf das fertige Beet.

Trotz der gemeinsamen Gattung unterscheiden sich beide Kräuter deutlich in Wuchsform, Aroma und Kultur. Oregano ist der kräftigere, würzigere der beiden Verwandten und wächst als mehrjähriger, winterharter Halbstrauch, der über Jahre am selben Platz im Hochbeet stehen bleibt und mit der Zeit an Umfang zunimmt. Majoran dagegen fällt milder im Geschmack aus und wird hierzulande meist einjährig kultiviert, da er die deutschen Winter im Freiland in der Regel nicht zuverlässig übersteht. Die ausführliche Pflanzenkunde zu diesem milderen Verwandten finden Sie im Portrait "Majoran im Portrait".

Für die Praxis im Hochbeet heißt das: Wer ein dauerhaftes, kräftig würziges Kraut für die mediterrane Kräuterzone sucht, das Jahr für Jahr am selben Platz steht, ist mit Oregano besser bedient. Wer dagegen ein milderes Aroma bevorzugt und mit einer jährlichen Neupflanzung leben kann, findet in Majoran die passendere Wahl. Beide Kräuter lassen sich auch nebeneinander kultivieren, sollten dann aber deutlich beschriftet werden, da sich die jungen Pflanzen im Aussehen durchaus ähneln.

Vermehrung: Teilung, Stecklinge und Aussaat

Oregano lässt sich auf mehreren Wegen vermehren, wobei die Teilung eines etablierten Strauchs im Frühjahr die zuverlässigste Methode ist. Graben Sie die Pflanze aus, sobald der neue Austrieb sichtbar wird, und teilen Sie den Wurzelballen mit dem Spaten in zwei oder mehr Teile, die anschließend an neuer Stelle in mageren Boden gesetzt werden. Diese Methode liefert sofort kräftige Pflanzen und verjüngt gleichzeitig einen älteren Strauch, dessen Mitte mit den Jahren gerne etwas ausdünnt.

Über Stecklinge, geschnitten von jungen, noch nicht verholzten Triebspitzen im Frühsommer, lässt sich Oregano ebenfalls vermehren. Die Stecklinge bewurzeln in magerem, sandigem Substrat innerhalb weniger Wochen zuverlässig, sollten dabei aber nicht zu feucht gehalten werden, da überschüssige Nässe die noch wurzellosen Triebe schneller faulen lässt als bei anspruchsloseren Kräutern.

Die Aussaat ist ebenfalls möglich, allerdings die langsamste Methode: Die feinen Samen werden im zeitigen Frühjahr auf der Anzuchtschale nur leicht mit Erde bedeckt, da Oregano als Lichtkeimer auf Helligkeit angewiesen ist, und keimen bei Zimmertemperatur innerhalb von zwei bis drei Wochen. Bis eine ausgesäte Pflanze eine nennenswerte Erntemenge liefert, vergeht allerdings deutlich mehr Zeit als bei der Teilung eines bereits etablierten Strauchs.

Ein ausgegrabener Oreganowurzelballen wird mit dem Spaten in zwei Teile geteilt, bereit zur Neupflanzung in mageren Boden

Ernte und Verwendung in der Küche

Geerntet wird Oregano am ergiebigsten kurz vor und während der Blüte, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen und damit das Aroma am kräftigsten ausfällt. Schneiden Sie ganze Triebe knapp über einem Blattpaar ab, statt einzelne Blätter zu zupfen, denn dieser Schnitt regt gleichzeitig die Verzweigung an und liefert mehr verwertbare Blattmasse pro Ernteschnitt als das Abzupfen einzelner Blätter.

Anders als viele andere Kräuter verliert Oregano beim Trocknen kaum an Aroma, sondern gewinnt für manche Anwendungen sogar an Intensität, da sich die ätherischen Öle beim langsamen Trocknen konzentrieren. Die geschnittenen Triebe werden zu kleinen Sträußen gebunden und kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufgehängt, bis die Blätter rascheltrocken sind. Anschließend lassen sich die Blätter leicht von den Stängeln abstreifen und in einem gut verschlossenen Gefäß über Monate lagern.

In der Küche ist getrockneter Oregano fester Bestandteil vieler mediterraner und südeuropäischer Gerichte, allen voran der italienischen Küche mit Pizza, Tomatensoßen und gegrilltem Gemüse. Das kräftige, leicht bittere Aroma verträgt sich gut mit Öl, Knoblauch und Tomaten, wird aber wegen seiner Intensität sparsamer dosiert als mildere Kräuter wie Basilikum. Frisch geerntet lässt sich Oregano ebenfalls verwenden, entfaltet sein volles Aroma jedoch oft erst nach kurzem Anbraten oder Mitkochen, während man ihn roh eher zurückhaltend wahrnimmt.

Getrocknete Oreganoblätter liegen locker auf einem Holzbrett neben frisch geschnittenen Triebspitzen und einer Küchenschere

Oregano neben anderen Kräutern und als Bienenweide

Im Kräuterbeet verträgt sich Oregano gut mit den übrigen mediterranen Pflanzen der mageren Zone, allen voran Rosmarin und Thymian, da alle drei dieselben Standort- und Bodenansprüche teilen und sich gemeinsam mit sparsamer Bewässerung führen lassen. Mit feuchtigkeitsliebenden Kräutern wie Minze oder Zitronenmelisse verträgt sich Oregano dagegen schlecht, da deren höherer Wasserbedarf die magere Zone auf Dauer zu feucht werden ließe und Oregano dort anfällig für Wurzelfäule machen würde.

Lassen Sie die Pflanze über einen Teil des Sommers blühen, wird Oregano zu einer ausgesprochen ergiebigen Bienenweide: Die kleinen, dicht stehenden Blüten werden von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen zahlreich angeflogen und zählen zu den bevorzugten Nahrungsquellen vieler Wildbienenarten. Wer im Hochbeet sowohl würziges Erntegut als auch etwas für Insekten bieten möchte, kann einen Teil der Triebe blühen lassen, während der Rest vor der Blüte für die Küche geschnitten wird.

Wie andere mehrjährige, mediterrane Halbsträucher wird Oregano nicht in die jährliche Fruchtfolge des Gemüsebeets einbezogen, sondern bekommt einen festen, dauerhaften Platz in der mageren Kräuterzone zugewiesen. Planen Sie diesen Platz von vornherein großzügig, da ein etablierter Oreganostrauch mit den Jahren merklich an Umfang gewinnt und benachbarte Kräuter sonst verdrängt.

Häufige Fehler im Überblick

Der häufigste Fehler bei Oregano ist ein zu nährstoffreicher, zu feuchter Standort, wie man ihn aus der Kultur von Gemüse gewohnt ist und unbewusst überträgt. Oregano braucht mageren, durchlässigen Boden und reagiert auf zu viel Nährstoff und Feuchtigkeit mit üppigerem, aber deutlich weniger aromatischem Wuchs sowie einem erhöhten Risiko für Wurzelfäule.

Ein zweiter verbreiteter Fehler ist der Rückschnitt zu weit ins alte, verholzte Gewebe, der bei Oregano ebenso wie bei Rosmarin zu dauerhaft kahlen Stellen führen kann. Der Rückschnitt gehört stets ins junge, grüne Holz; die verholzte Basis der Pflanze bleibt unangetastet, auch wenn ein radikalerer Schnitt kurzfristig ordentlicher aussehen würde.

Und schließlich führt die botanische Nähe zu Majoran gelegentlich zu falschen Erwartungen: Wer beim Kauf Majoran statt Oregano erwischt, wundert sich im Folgejahr, warum die vermeintlich winterharte Pflanze nicht wieder ausgetrieben ist, oder umgekehrt, warum das erwartet milde Kraut so kräftig würzig schmeckt. Achten Sie beim Kauf auf die botanische Bezeichnung Origanum vulgare, wenn Sie gezielt den mehrjährigen, kräftigen Oregano und nicht den milderen, meist einjährigen Majoran pflanzen möchten.

Wenn Sie diese Punkte im Blick behalten - ein vollsonniger, magerer und durchlässiger Standort, sparsames Gießen, Rückschnitt nur ins junge Holz und die Abgrenzung zum verwandten Majoran -, haben Sie mit Oregano ein robustes, winterhartes und kräftig würziges Kraut im Hochbeet, das über Jahre wenig Pflege braucht und mit zunehmendem Alter eher an Charakter gewinnt als nachzulassen.

Weitere Artikel zum Thema „Kräuter im Portrait“

  • Kräuter-Lexikon: Vielfalt für Küche und Hausapotheke Überblick
  • Basilikum im Portrait
  • Rosmarin im Portrait
  • Thymian im Portrait
  • Salbei im Portrait
  • Minze im Portrait
  • Zitronenmelisse im Portrait
  • Majoran im Portrait
  • Estragon im Portrait
  • Liebstöckel im Portrait
  • Kerbel im Portrait
  • Zitronengras im Portrait
  • Borretsch im Portrait

Mehr zum Thema Pflanzenportraits

Thymian im HochbeetHochbeet bepflanzen
25.03.2025

Hochbeet mit Kräutern bepflanzen

Der Anbau von frischen Kräutern im eigenen Garten, besonders in einem Hochbeet, ist eine wunderbare Bereicherung für jede Küche. Die Vielfalt an Aromen und die einfache Verfügbarkeit machen das Kochen zum Erlebnis. In Deutschland können zahlreiche Kräuterarten erfolgreich im Hochbeet kultiviert

Weiterlesen
Ein rechteckiges Hochbeet aus rostbraunem Cortenstahl steht mit Raureif überzogen in einem winterlichen Garten, in der Füllung stehen niedrige grüne SalatrosettenRatgeber Hochbeet
01.10.2026

Das Hochbeet im Winter

Zwischen November und März sieht ein Hochbeet aus, als sei nichts mehr zu tun. Der Eindruck täuscht in zwei Richtungen: Es wächst mehr, als die meisten vermuten, und es geht mehr kaputt, als die meisten einkalkulieren. Was im Winter erntereif wird, warum die Füllung von allen Seiten durchfriert und welcher Schutz wirklich hilft.

Weiterlesen
Thuja im HochbeetHochbeet als Sichtschutz
14.03.2024

Pflanzen als winterharter Sichtschutz

Für einen effektiven Sichtschutz im Garten, der auch in der kalten Jahreszeit seine Funktion erfüllt, sind winterharte Pflanzen die beste Wahl. Sie behalten ihr Laub oder Nadelkleid und bieten ganzjährigen Schutz vor neugierigen Blicken. Bei der Auswahl ist es wichtig, Pflanzen zu wählen, die in

Weiterlesen

Passende Produkte aus Cortenstahl

Cortenstahl Hochbeet in der Größe 200x100x80cm
Cortenstahl Hochbeet 200 x 100 x 80 cm

Individuell konfigurierbares Hochbeet ...

Konfigurierbar
Material Größe Materialstärke Oberkante
Zusatz-Optionen
Wühlmausgitter Einlegeboden Zwischenwände Schneckenschutz Doppelte Außenfalz Noppenfolie Unkrautvlies
834 €*
Größe wählen
Cortenstahl Hochbeet in der Größe 150x80x80cm
Cortenstahl Hochbeet 150 x 80 x 80 cm

Individuell konfigurierbares Hochbeet ...

Konfigurierbar
Material Größe Materialstärke Oberkante
Zusatz-Optionen
Wühlmausgitter Einlegeboden Zwischenwände Schneckenschutz Doppelte Außenfalz Noppenfolie Unkrautvlies
640 €*
Größe wählen
Cortenstahl Hochbeet in der Größe 200x100x200x100x80cm
Cortenstahl Hochbeet L-Form 200 x 100 x 200 x 100 x 80 cm

Individuell konfigurierbares Hochbeet ...

Konfigurierbar
Material Größe Materialstärke Oberkante
Zusatz-Optionen
Wühlmausgitter Einlegeboden Zwischenwände Schneckenschutz Doppelte Außenfalz Noppenfolie Unkrautvlies
1.112 €*
Größe wählen
Cortenstahl Hochbeet in der Größe 80x80cm
Cortenstahl Hochbeet rund 80 x 80 cm

Individuell konfigurierbares Hochbeet ...

Konfigurierbar
Material Größe Materialstärke Oberkante
Zusatz-Optionen
Wühlmausgitter Einlegeboden Zwischenwände Schneckenschutz Doppelte Außenfalz Noppenfolie Unkrautvlies
347 €*
Größe wählen

Meistgelesen

  • Hochbeete aus Metall auskleiden
  • Hochbeet bepflanzen die besten Tipps
  • Hochbeet mit Kräutern bepflanzen
  • Rhabarber im Hochbeet anbauen - so gelingt es
Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands
Handgefertigt in Deutschland
Maße frei wählbar
Kauf auf Rechnung

Hochbeete nach Maß

Cortenstahl-Hochbeete, individuell gefertigt in Deutschland

Hersteller

Alexander Schwarz

Wir fertigen Gartendeko aus Cortenstahl – jedes Stück nach Ihren Maßen, in eigener Metallbau-Werkstatt in Südhessen. Vom Zuschnitt über das Kanten bis zur Endkontrolle bleibt alles in einer Hand. Kein Zwischenhandel, keine Massenware.

  • Eigene Fertigung, kein Zukauf
  • Jedes Beet auf Maß gefertigt
  • Produktion in Deutschland

Sangenweg 20
64589 Stockstadt am Rhein
0800/0110113

Haben Sie Fragen? Wir antworten gerne.

Antwort meist innerhalb eines Werktags.

Wie wir mit Ihren Angaben umgehen, lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Hochbeete bepflanzen Kräuter im Hochbeet Metall auskleiden Häufige Fragen Online-Planer Blog
Kontakt-Formular Widerrufsrecht Jetzt widerrufen Impressum AGB Datenschutz
Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands Handgemacht Kauf auf Rechnung
Mengenrabatt ab 2.000,00 €: 5 – 30 %
WarenwertIhr Rabatt
ab 2.000,00 €5 %
ab 3.000,00 €10 %
ab 4.000,00 €15 %
ab 5.000,00 €20 %
ab 7.500,00 €25 %
ab 10.000,00 €30 %

Der Rabatt wird im Warenkorb automatisch abgezogen – es gilt der Warenwert Ihrer gesamten Bestellung.

Versandkosten Übersicht Ausland
Gewicht (kg) EU-Länder* Schweiz
ab 300180 €400 €
200 – 299130 €280 €
150 – 19980 €200 €
bis 14960 €170 €

*EU-Länder: Österreich, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande

* Alle Preise inkl. MwSt. – Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands

© Hochbeete nach Maß

Wir nutzen Cookies. Notwendige sind immer aktiv, alle anderen nur, wenn Sie zustimmen. Ihre Auswahl können Sie jederzeit über „Cookie-Einstellungen“ unten auf der Seite ändern oder widerrufen. Mehr Infos