Mischkultur im Hochbeet planen
Nicht jede Pflanze verträgt jede Nachbarin. Wählen Sie die Maße Ihres Beets und was hinein soll – der Planer nennt die guten Nachbarschaften, warnt vor den Konflikten und rechnet aus, wie viele Pflanzen in die Fläche gehen.
Ihre Bepflanzung
Wählen Sie links aus, was in das Beet soll – dann steht hier, was zusammenpasst, was Sie trennen sollten und wie viele Pflanzen hineingehen.
- Die Angaben zu guten und schlechten Nachbarn stammen aus den Pflanzendaten unseres Pflanzenplaners und geben die gängige Gartenpraxis wieder. Sie sind kein Naturgesetz: Boden, Wetter und Sorte entscheiden mit.
- Gerechnet wird mit dem Pflanzabstand im Quadrat. In der Reihe stehen Möhren und Zwiebeln enger – dafür bleibt zwischen den Reihen mehr Platz, unter dem Strich geht die Rechnung auf.
- Starkzehrer wie Tomate, Gurke und Kürbis holen viel aus der Erde. Im ersten Jahr nach dem Befüllen ist genug da; ab dem dritten Jahr gehören sie an eine Stelle, an der im Jahr davor Salat oder Kräuter standen.
Das hilft als Nächstes
- Beet in 3D bepflanzen Pflanzen setzen, von allen Seiten ansehen, Liste und Teilen-Link.
- Wie viel Erde braucht das Beet? Maße eingeben und die Füllmenge je Schicht in Litern, Säcken und Kilo sehen.
- Welche Höhe passt zu Ihnen? Fünf Fragen, dann steht die Höhe – samt Begründung und erreichbarer Breite.
Was Mischkultur im Hochbeet wirklich bringt
+Im Hochbeet ist Mischkultur mehr wert als im Gartenbeet, weil die Fläche klein und teuer erkauft ist: Jeder Quadratmeter wurde befüllt, gegossen und soll etwas tragen. Drei Dinge passieren, wenn die richtigen Pflanzen nebeneinander stehen.
- Der Platz wird zweimal genutzt. Salat ist nach sechs Wochen geerntet, die Tomate daneben braucht bis dahin kaum Raum. Wer beides setzt, erntet zweimal von derselben Fläche.
- Die Wurzeln gehen sich aus dem Weg. Zwiebeln bleiben flach, Möhren gehen in die Tiefe. Sie konkurrieren nicht um dieselbe Schicht – deshalb ist das Paar seit Generationen üblich.
- Der Geruch stört die Schädlinge. Das bekannteste Beispiel ist genau dieses Paar: Der Zwiebelgeruch hält die Möhrenfliege ab, der Möhrengeruch die Zwiebelfliege.
Umgekehrt gilt dasselbe: Zwei Pflanzen derselben Familie nebeneinander teilen sich auch die Krankheiten. Tomate und Kartoffel sind beide Nachtschattengewächse – die Kraut- und Braunfäule springt von der einen auf die andere über. Das ist der häufigste Fehler im ersten Hochbeetjahr.
Die Paare, auf die es ankommt
+Der Planer kennt 21 Pflanzen fürs Hochbeet – 13 Gemüse, 4 Kräuter und 4 Beeren. Unter ihnen sind 52 Paare als gute Nachbarn vermerkt und 19 als Konflikt. Die wichtigsten:
- Bewährt: Tomate und Basilikum, Möhre und Zwiebel, Salat und Möhre, Erdbeere und Schnittlauch, Kartoffel und Buschbohne.
- Trennen: Tomate und Kartoffel (beide Nachtschatten), Gurke und Tomate, Kartoffel und Kürbis, Bohne und Zwiebel, Salat und Petersilie, Himbeere und Brombeere.
Die Konflikte haben unterschiedliche Gründe. Bei Tomate und Kartoffel ist es die Krankheit, bei Bohne und Zwiebel hemmt der Zwiebelgeruch das Wachstum der Bohne, bei Himbeere und Brombeere ist es schlicht die Wurzelkonkurrenz zweier starker Sträucher. Für die Planung ist der Grund zweitrangig – die Empfehlung lautet in allen Fällen: in zwei Beete, nicht in eines.
Wählen Sie oben aus, was Sie vorhaben, dann prüft der Planer alle Paare Ihrer Auswahl auf einmal. Er rechnet dabei in beide Richtungen: Steht die Kartoffel bei der Tomate unter den schlechten Nachbarn, gilt es auch umgekehrt.
Wie der Planer rechnet – und was er nicht weiß
+Die Pflanzfläche kommt nicht aus einer eigenen Formel, sondern aus dem Volumen, das der Shop für Ihr Beet ausrechnet, geteilt durch die Höhe. Deshalb stimmt sie auch bei L-, U- und abgesetzter Form, wo eine einfache Länge-mal-Breite-Rechnung falsch läge. Ein Beet von 200 × 80 × 80 cm hat so 1,6 m².
Den Platzbedarf einer Pflanze setzt der Planer als Pflanzabstand im Quadrat an, mindestens aber 100 cm². Eine Tomate mit 50 cm Abstand belegt damit 2.500 cm², ein Salat mit 30 cm 900 cm², eine Möhre die Mindestfläche. Die Beetfläche wird gleichmäßig auf die gewählten Arten verteilt – die einfachste Annahme, die man im Kopf nachrechnen kann, und jede Art bekommt mindestens eine Pflanze.
Was der Planer nicht kann, der Ehrlichkeit halber: Er kennt keine Aussaat- und Erntezeiten und keinen Fruchtwechsel über die Jahre. Er sagt also, was im selben Beet nebeneinander stehen kann – nicht, was nacheinander kommen sollte. Und die Nachbarschaftsangaben geben die gängige Gartenpraxis wieder, kein Naturgesetz: Boden, Wetter und Sorte entscheiden mit.
Häufige Fragen zur Mischkultur
Nachbarn, Abstände und Fruchtwechsel
Mischkultur heißt, verschiedene Arten nebeneinander zu setzen statt eine Fläche mit einer einzigen zu belegen. Im Hochbeet lohnt es sich besonders, weil die Fläche klein ist: Pflanzen mit unterschiedlicher Wurzeltiefe und unterschiedlicher Erntezeit nutzen denselben Platz nacheinander und nebeneinander. Dazu kommt der Schutz vor Schädlingen – Möhre und Zwiebel halten sich gegenseitig die jeweilige Fliege vom Leib.
Unter den 21 Pflanzen des Planers sind 19 Paare als Konflikt vermerkt. Die wichtigsten: Tomate und Kartoffel sowie Tomate und Gurke, Kartoffel und Kürbis, Gurke und Zucchini, Bohne und Zwiebel, Bohne und Schnittlauch, Salat und Petersilie, Himbeere und Brombeere. Wählen Sie oben aus, was Sie pflanzen wollen – der Planer prüft jedes Paar Ihrer Auswahl und nennt die Konflikte einzeln.
Beide gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind für dieselben Krankheiten anfällig, vor allem für die Kraut- und Braunfäule. Steht eine davon befallen im Beet, hat es die andere binnen Tagen auch. Im Hochbeet mit seinen kurzen Abständen geht das besonders schnell. Die beiden gehören in getrennte Beete – und im Folgejahr nicht an dieselbe Stelle.
Die Fläche beträgt 1,6 m². Was hineingeht, hängt vom Pflanzabstand ab: Eine Tomate braucht 50 cm, ein Kopfsalat 30 cm, Basilikum 25 cm, Zwiebeln 10 cm, Möhren 5 cm in der Reihe. Wer fünf Arten mischt, bekommt bei dieser Größe etwa eine Tomate, fünf Basilikum, drei Salatköpfe und je gut dreißig Möhren und Zwiebeln unter. Geben Sie Ihre Maße oben ein, dann rechnet der Planer es für Ihr Beet aus.
Ja, sonst stehen die niedrigen den halben Tag im Schatten. Tomaten, Stangenbohnen und Gurken am Spalier werden 1,75 bis 2,50 m hoch – sie gehören an die Nordseite des Beets, davor die mittleren, ganz nach vorn Salat, Kräuter und Erdbeeren. Der Planer weist darauf hin, sobald Ihre Auswahl hohe und niedrige Pflanzen mischt, und nennt die hohen beim Namen.
Ja. Der Knopf unter dem Ergebnis öffnet unseren Pflanzenplaner mit genau dem Beet, das Sie hier eingestellt haben – gleiche Form, gleiche Maße. Dort setzen Sie die Pflanzen an ihren Platz, drehen das Beet, sehen den Schattenwurf zu verschiedenen Tageszeiten und bekommen am Ende eine Liste zum Ausdrucken. Die Pflanzendaten sind dieselben wie hier.