
Inhalt
- Gliedern ist etwas anderes als verdecken
- Wofür Zonen im Garten gebraucht werden
- Warum ein gegliederter Garten größer wirkt
- Die drei Maße: Länge, Tiefe und Höhe
- Welche Höhe was bewirkt
- Die Montage: gesteckt oder einbetoniert
- Wind ist die Last, mit der zu rechnen ist
- Zwei, drei oder vier Millimeter
- Cortenstahl oder Baustahl DC01
- Was davor und dahinter wächst
- Abstand, Nachbarrecht und Genehmigung
- In fünf Schritten geplant
Raumteiler im Garten: Zonen schaffen ohne Mauer
Die meisten Gärten sind eine einzige Fläche. Man tritt aus der Terrassentür, und der Blick läuft ohne Widerstand bis zur hinteren Hecke: Rasen, ein paar Beete am Rand, hinten das Gerätehaus, an der Seite die Mülltonnen. Alles ist auf einen Blick zu sehen, und genau das ist der Grund, warum ein solcher Garten kleiner wirkt, als er in Wahrheit ist, und warum man auf der Terrasse selten das Gefühl hat, irgendwo angekommen zu sein.
Ein Raumteiler ändert das mit einem einzigen Bauteil. Er zieht eine Kante quer durch die Fläche, hinter der ein anderer Bereich beginnt – und schon hat der Garten zwei Räume statt einer offenen Wiese. Dieser Beitrag beschreibt, was ein Raumteiler leistet und was er ausdrücklich nicht leistet, welche drei Maße Sie dafür brauchen, wie er in den Boden kommt und warum am Ende der Wind über seine Standfestigkeit entscheidet und nicht die Blechstärke.
Gliedern ist etwas anderes als verdecken
Dieser Unterschied trägt die ganze Planung, deshalb steht er ganz vorn. Ein Raumteiler gliedert eine Fläche, er schirmt sie nicht ab. Solange er unter Augenhöhe bleibt, nimmt er nicht den Blick, sondern den Weg: Der Blick geht über ihn hinweg oder an ihm vorbei, der Schritt aber nicht mehr hindurch. Zwischen zwei Bereichen liegt von da an eine Kante, und diese Kante genügt, damit beide Bereiche als eigene Orte gelesen werden.
Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber der gesamte Effekt. Ein Bereich hört dort auf, wo eine Kante steht – auch dann, wenn diese Kante kniehoch ist und man bequem darüber hinwegsieht. Der Rasen hinter dem Teiler ist derselbe Rasen wie davor, aber er gehört nicht mehr zum Sitzplatz. Aus einer Fläche sind zwei Bereiche geworden, ohne dass irgendetwas zugebaut worden wäre.
Wer dagegen wirklich nicht gesehen werden will – vom Nachbargrundstück, von der Straße, vom Fenster gegenüber –, braucht kein gliederndes Element, sondern eine geschlossene Fläche. Wie hoch die sein muss und wie schmale Elemente zu einer durchgehenden Wand gereiht werden, steht im Beitrag „Sichtschutzwände aus Cortenstahl“. Die Verwechslung der beiden ist der häufigste Planungsfehler an dieser Stelle: Ein Raumteiler, der zugleich blickdicht sein soll, wird entweder so hoch, dass er die Zone erdrückt, die er nur ordnen sollte – oder er bleibt niedrig und enttäuscht die Erwartung. Entscheiden Sie deshalb zuerst, welche der beiden Aufgaben tatsächlich zu lösen ist.
Wofür Zonen im Garten gebraucht werden
Der häufigste Fall ist die Terrasse gegen den Nutzgarten. Sitzplatz und Gemüsebeete liegen in vielen Gärten unmittelbar nebeneinander, und beides stört sich gegenseitig: Vom Kaffeetisch aus fällt der Blick auf Rankgerüste, Gießkannen und abgeernteten Kohl, und wer im Beet arbeitet, steht gefühlt im Wohnzimmer der anderen. Eine Kante dazwischen löst das, ohne den Nutzgarten wegzusperren.
Der zweite Fall ist die Sitzecke in einer großen Rasenfläche. Ein Tisch mitten auf dem Rasen bleibt merkwürdig unbehaglich, weil er von allen Seiten offen liegt. Steht an einer Seite ein Raumteiler, bekommt der Platz einen Rücken, und aus einer beliebigen Stelle im Grün wird ein Ort mit Adresse. Zwei über Eck gestellte Elemente verstärken diese Wirkung noch einmal deutlich.
Der dritte Fall ist die Blicklenkung. Ohne Widerstand läuft das Auge über das ganze Grundstück bis zum Zaun und bleibt am Ende an der Grenze hängen – also an der uninteressantesten Stelle des Gartens. Ein Raumteiler quer zur Blickrichtung fängt den Blick ab und schickt ihn dorthin, wo etwas zu sehen ist: zu einem Baum, einem Wasserbecken, einer Staudenpflanzung.
Der vierte Fall ist der unauffälligste und im Alltag vielleicht der nützlichste: Mülltonnen, Kompost, Regentonne, Geräteecke. Diese Dinge müssen erreichbar bleiben und werden deshalb selten weit weg gestellt. Ein Raumteiler nimmt sie aus der Blickachse, die vom Sitzplatz oder von der Terrassentür ausgeht, und das genügt in den meisten Fällen völlig. Unsichtbar von allen Seiten macht er sie nicht – das leistet nur eine geschlossene Einhausung.
Warum ein gegliederter Garten größer wirkt
Das klingt zunächst verkehrt: Ein Bauteil kommt in den Garten und nimmt Fläche weg – und trotzdem wirkt das Ergebnis weiter als vorher. Der Grund dafür ist unspektakulär und hat nichts mit Esoterik zu tun. Eine offene Fläche wird vom Auge in einer einzigen Sekunde erfasst. Danach gibt es nichts mehr zu entdecken, und der Garten ist optisch abgehandelt, gleichgültig wie viele Quadratmeter er hat.
Sobald eine Kante im Weg steht, hinter der es weitergeht, funktioniert das nicht mehr. Ein Teil der Fläche liegt verdeckt, und was verdeckt ist, ergänzt das Auge – in aller Regel großzügiger, als es tatsächlich ist. Der Garten gewinnt Tiefe, weil er nicht mehr in einem einzigen Bild abzulesen ist, sondern in zweien: dem sichtbaren und dem, was dahinterliegen könnte. Dazu kommt der Gewinn beim Gehen, denn ein gegliederter Garten wird durchschritten statt überblickt.
Eine Grenze hat die Sache allerdings. Wer eine kleine Fläche mit drei oder vier Teilern belegt, gliedert nicht mehr, sondern zerhackt: Jeder Bereich wird zu klein, um wirklich benutzt zu werden, und der Garten wirkt unruhig. In einem durchschnittlichen Hausgarten sind ein bis zwei Kanten meistens genug, und die sollten dort liegen, wo ohnehin ein Wechsel der Nutzung stattfindet.
Die drei Maße: Länge, Tiefe und Höhe
Ein Raumteiler wird über drei Maße bestimmt, und das ist eines mehr, als eine Wand braucht – Sichtschutzwände etwa kommen mit Breite und Höhe aus. Alle drei sind frei wählbar, weil jedes Element nach Maß gefertigt wird; das kleinste Maß, das wir ausführen, beträgt zwanzig Zentimeter. Als Beispiel führen wir im Shop ein Element mit 100 x 20 x 120 Zentimetern, und an diesen Zahlen lassen sich die drei Maße gut erklären.
Die Länge
Die Länge ist die Strecke, über die der Teiler die Fläche trennt – im Beispiel ein Meter. Sie muss nicht die gesamte Breite einer Zone abdecken, im Gegenteil: Eine Kante wirkt oft besser, wenn sie unvollständig bleibt und einen Durchgang frei lässt. Wo eine längere Trennung gebraucht wird, werden mehrere Elemente in einer Flucht oder leicht versetzt hintereinander gesetzt.
Die Tiefe
Die Tiefe ist das Maß, das am häufigsten übersehen wird, und sie macht den eigentlichen Unterschied zu einer flachen Wand aus. Zwanzig Zentimeter Tiefe bedeuten, dass der Raumteiler kein aufgestelltes Blech ist, sondern ein Körper: Das Material wird mehrfach gefalzt, und die Rückseite wird verschraubt. Diese Falzungen geben dem Element seine Steifigkeit – nicht die Blechdicke, sondern die Form.
Praktisch bedeutet das zweierlei. Erstens wird ein Raumteiler in U-Profilen gegründet, und weil ein Blechelement wenig wiegt, kommt er ohne durchgehendes Streifenfundament aus, wie es eine gemauerte Trennwand wegen ihres Eigengewichts bräuchte. Zweitens sehen Sie ihm das an: Die zwanzig Zentimeter zeigen sich als sichtbare Stirnfläche an beiden Enden, das Element liest sich als Bauteil und nicht als Blech, das jemand in die Erde gesteckt hat.
Was die Tiefe nicht ersetzt, ist die Verankerung im Boden. Sie nimmt der Gründung einen großen Teil der Arbeit ab, aber die Kippsicherheit eines hohen Elements entscheidet sich weiterhin unten, in den U-Profilen. Wer die Tiefe als Ersatz für eine ordentliche Gründung versteht, wird spätestens bei der ersten kräftigen Böe eines Besseren belehrt.
Die Höhe
Die Höhe ist das Maß mit der größten Wirkung, und sie ist zugleich das Maß, das über die Montage entscheidet: Je höher das Element, desto mehr Angriffsfläche bietet es dem Wind und desto sorgfältiger muss es gegründet werden. Weil an der Höhe so viel hängt, gestalterisch wie handwerklich, bekommt sie hier einen eigenen Abschnitt.
Welche Höhe was bewirkt
Kniehoch trennt ausschließlich optisch. Der Blick bleibt vollständig frei, Sie sehen den ganzen Garten wie vorher – und trotzdem liegt eine Grenze da, an der ein Bereich aufhört. Das ist die richtige Höhe für einen gefassten Sitzplatz, für die Unterteilung einer Rasenfläche oder für eine betonte Beetkante, also überall dort, wo dem Garten optisch nichts genommen werden soll.
Hüfthoch ist die Höhe, die den Weg stoppt, aber nicht den Blick. Man geht nicht mehr darüber hinweg, sondern außen herum, und im Stehen schaut man bequem darüber. Das im Shop geführte Beispiel mit hundertzwanzig Zentimetern Höhe liegt etwas über der Hüfte und damit am oberen Rand dieses Bereichs. Für die klassische Aufgabe – Terrasse gegen Nutzgarten, Sitzecke gegen Wiese – ist das in den meisten Gärten die passende Wahl.
Auf Augenhöhe trennt der Teiler wirklich: Der dahinterliegende Bereich verschwindet aus dem Blick, solange jemand davorsteht. Damit nähert sich das Element allerdings dem, was eigentlich eine Sichtschutzwand ist – und dann lohnt die ehrliche Prüfung, ob nicht die Wand das richtige Erzeugnis wäre, die für genau diese Aufgabe gebaut und montiert wird. Näheres dazu steht im Beitrag „Sichtschutzwände aus Cortenstahl“.
Vor der Festlegung lohnt der Versuch vor Ort. Stellen Sie zwei Latten in der gewünschten Länge auf und spannen Sie ein Tuch oder einen Karton dazwischen, in der Höhe, über die Sie nachdenken. Prüfen Sie die Wirkung nicht nur im Stehen, sondern vor allem im Sitzen und vom Fenster aus – die drei Blickhöhen fallen erstaunlich weit auseinander, und im Garten wird später mehr gesessen als gestanden.
Die Montage: gesteckt oder einbetoniert
Zu jedem Raumteiler gehören U-Profile, in die das Element eingestellt wird. Für diese Profile gibt es zwei Wege in den Boden, und die Wahl zwischen ihnen ist keine Geschmacksfrage, sondern hängt an Höhe, Länge, Lage und Untergrund. Beide Wege haben ihre Berechtigung, und beide haben ihren Preis – der eine in Sicherheit, der andere in Aufwand.
In die Erde gesteckt
Das ist der schnelle Weg, und er ist umkehrbar. Die Profile werden in den gewachsenen Boden getrieben, das Element wird eingestellt, ausgerichtet, fertig – ohne Beton, ohne Aushärtezeit, an einem Nachmittag. Steht die Kante nach einem Sommer doch an der falschen Stelle, ziehen Sie sie wieder heraus und setzen sie um. Diese Möglichkeit ist mehr wert, als sie klingt, denn wo eine Zonengrenze richtig liegt, zeigt sich oft erst beim Benutzen.
Sinnvoll ist das Stecken bei niedrigen Teilern in festem, gewachsenem Boden. Eines gehört dabei dazugesagt: Ein gesteckter Fuß bleibt beweglicher, als er aussieht. Nach nassen Wintern, nach Frostwechseln und in Böden, die stark quellen und schwinden, kann ein Element aus dem Lot geraten. Das ist kein Schaden, sondern eine Sache von zehn Minuten Nacharbeit – es gehört nur eingeplant und im Frühjahr einmal nachgesehen.
Einbetoniert
Einbetoniert werden die U-Profile in Punktfundamenten, die frostfrei gegründet gehören. Zwei Kleinigkeiten entscheiden dort über die Haltbarkeit: Unter das Fundament gehört eine Schicht groben Kieses, damit Sickerwasser abziehen kann, und der Betonkopf wird nach außen abfallend abgezogen, damit am Profil kein Wasser stehen bleibt. Stahl rostet nicht an der Luft durch, sondern dort, wo er dauerhaft nass bleibt. Das ist der Weg für hohe Elemente, für lange Reihungen, für windige, freie Lagen und für alles, was auf lockerem, sandigem oder aufgefülltem Untergrund steht. Dort trägt der Boden allein nicht genug, um die Hebelkräfte aufzunehmen, die oben an der Fläche angreifen und unten am Fuß ankommen.
Der Preis dafür ist Aufwand und Endgültigkeit: Löcher ausheben, Profile lotrecht einstellen, Beton einbringen, aushärten lassen – und danach steht die Kante dort, wo sie steht. Ein späterer Rückbau bedeutet, die Fundamente wieder auszugraben. Deshalb lohnt es sich hier doppelt, die Lage vorher mit Latten und Tuch auszuprobieren, statt sie am Tag der Bestellung aus dem Bauch heraus zu entscheiden.
Unabhängig vom Weg in den Boden gilt: Die Rückseite wird verschraubt. Zusammen mit den mehrfachen Falzungen ist es diese Verschraubung, die aus dem Blech einen steifen Körper macht. Und ein Hinweis zum Aufbautag: Raumteiler kommen per Spedition, und ein gefalztes Stahlelement trägt sich zu zweit deutlich besser als allein.
Wind ist die Last, mit der zu rechnen ist
Ein Raumteiler ist eine Fläche im Freien, und jede Fläche im Freien fängt Wind. Die Kraft, die dabei entsteht, wächst mit der Fläche – also mit Höhe mal Länge. Ein kniehohes Element von einem Meter Länge ist in dieser Hinsicht harmlos; eine Reihe hüfthoher Elemente über fünf Meter oder ein einzelnes Element auf Augenhöhe ist es nicht mehr, besonders nicht in einer offenen Lage ohne Bewuchs ringsum.
Genau deshalb entscheidet die Gründung über die Standfestigkeit und nicht das Blech. Der Stahl selbst hält solche Kräfte mit großer Reserve aus, zumal die Falzungen ihn versteifen. Was nachgibt, ist der Boden am Fuß: Der Wind wirkt über die ganze Höhe als Hebel, und unten muss dieser Hebel aufgenommen werden. Es ist dieselbe Logik, die im Beitrag „Stützmauern aus Cortenstahl“ für den Erddruck beschrieben ist – dort wie hier ist der Unterbau der Teil, an dem alles hängt.
Dazu kommt die Lage im Grundstück. Zwischen zwei Gebäuden, an einer Hausecke oder in einer offenen Feldrandlage treten Böen auf, die im übrigen Garten nicht vorkommen. An einer solchen Stelle ist Einbetonieren die vernünftige Entscheidung, auch wenn das Element für sich genommen nicht besonders hoch ausfällt. Fragen Sie im Zweifel lieber vorher nach, statt das Element nach dem ersten Herbststurm neu auszurichten.
Zwei, drei oder vier Millimeter
Raumteiler fertigen wir in zwei, drei und vier Millimetern. Vorweg das Wichtigste: Die Steifigkeit eines Elements kommt in erster Linie aus den mehrfachen Falzungen und der verschraubten Rückseite, nicht aus der Blechdicke. Ein Element aus vier Millimetern auf schlechter Gründung steht schlechter als eines aus zwei Millimetern auf ordentlichen Punktfundamenten – das gehört an den Anfang jeder Überlegung zur Materialstärke.
Für zwei Millimeter spricht das Gewicht. Das Element ist leichter zu tragen, leichter auszurichten und zu zweit ohne Maschine zu setzen. Bei niedrigen und kurzen Teilern an geschützter Stelle, die vor allem gestalterisch wirken sollen, ist das die naheliegende Wahl, und es fehlt dabei nichts, was in dieser Lage tatsächlich gebraucht würde.
Für drei oder vier Millimeter sprechen Reserve und Robustheit. Am Fuß steht das Blech dauerhaft an feuchter Erde, wo es nicht frei abtrocknen kann; dickeres Material hat dort schlicht mehr Substanz. Dazu kommt der Alltag: ein Rasenmäher, der jahrelang an derselben Stelle anstößt, ein Fahrrad, das dagegen kippt, eine Schubkarre in der engen Wegkurve. Der Nachteil ist wiederum das Gewicht – ein langes Element in vier Millimetern lässt sich nicht mehr allein umstellen.
Cortenstahl oder Baustahl DC01
Beide Werkstoffe stehen zur Wahl, und der ehrliche Vergleich ist schnell erzählt. Optisch nehmen sie sich nichts. Auch DC01 rostet in dasselbe warme Rotbraun, das im Shop als Edelrost geführt wird; im Garten sieht niemand einem angerosteten Element an, aus welchem der beiden Stähle es besteht. Der Unterschied liegt nicht in der Farbe, sondern in der Zeit, die das Ergebnis überdauert.
Cortenstahl bildet eine dichte, fest haftende Patina aus, die den Stahl darunter vor dem Durchrosten schützt und keinerlei Pflege verlangt: kein Streichen, kein Ölen, keine Nachbehandlung. Diese Schicht braucht ein bis drei Jahre, bis sie geschlossen ist, und sie braucht dafür den Wechsel von nass und trocken. Dauernässe verhindert sie ebenso wie Dauertrockenheit – ein Element unter einem weit überstehenden Dach oder mit ständig anstehendem Wasser am Fuß kommt nicht zum gewünschten Ergebnis.
DC01 rostet ebenso, aber er hört damit nicht auf. Die Rostschicht schützt den Stahl darunter nicht in gleicher Weise, und deshalb ist die Haltbarkeit kürzer. Wie viel kürzer, hängt an Lage, Nässe und Materialstärke und lässt sich seriös nicht in eine Jahreszahl fassen. Als Entscheidungshilfe: Wollen Sie ein Element dauerhaft stehen lassen, ist Cortenstahl das Material der Wahl – erst recht am erdberührten Fuß. DC01 kommt dort infrage, wo eine kürzere Standzeit bewusst in Kauf genommen wird.
Was davor und dahinter wächst
Ein rostbrauner Hintergrund ist warm, dunkel und ruhig – und damit einer der dankbarsten Hintergründe, die ein Garten zu bieten hat. Er nimmt Farben nicht auf, sondern stellt sie heraus. Am besten wirken vor einer solchen Fläche Gräser, silbriges Laub und weiße oder blaue Blüten; kräftiges Rot und Orange dagegen gehen im Braun unter, weil sie zu nah an der Farbe der Fläche liegen.
Konkret heißt das: Reitgras, Rutenhirse und Lampenputzergras stehen mit ihren hellen Halmen und Blütenständen sehr gut vor dem dunklen Ton, besonders im Gegenlicht des späten Nachmittags. Wollziest, Lavendel und andere graulaubige Stauden bringen die zweite wirksame Farbe ins Spiel. Weiße Storchschnäbel, Kissenastern und blaue Salbeisorten setzen die hellen Punkte, die eine Fläche in dieser Größe braucht, damit sie nicht schwer wirkt.
Eine praktische Einschränkung betrifft die ersten Jahre. Solange die Patina noch nicht geschlossen ist, wäscht der Regen Rostpartikel ab. Gießen Sie deshalb nicht unmittelbar vor dem Element, sondern halten Sie mit Pflanzung und Gießkanne eine gute Handbreit Abstand, und legen Sie eine schmale Kies- oder Splittfuge an den Fuß. Auf Rasen und Kies fällt der Abtrag ohnehin nicht auf – auf hellem Naturstein, Sichtbeton oder einer weißen Hauswand hinterlässt er Spuren, die bleiben.
Hinter dem Teiler gilt das Umgekehrte: Dort lohnt sich eine höhere Pflanzung. Ein Strauch oder ein hohes Gras, das über die Oberkante hinausragt, macht die Kante weicher und verlängert die Trennung nach oben, ohne dass Sie das Element höher bauen müssten. Nur anliegen sollte die Pflanzung an der Rückseite nicht: Was dauerhaft an der Fläche klebt, hält sie nass, und genau das verhindert die Patina.
Abstand, Nachbarrecht und Genehmigung
Sobald eine Fläche eine gewisse Höhe erreicht und in die Nähe der Grundstücksgrenze rückt, wird sie zu einer rechtlichen Frage – und die lässt sich hier nicht allgemein beantworten. Ob und ab welcher Höhe eine Einfriedung oder eine bauliche Anlage im Garten genehmigungs- oder abstandspflichtig ist, regelt jedes Bundesland für sich, teilweise ergänzt durch Nachbarrechtsgesetze und örtliche Satzungen. Eine bundesweit gültige Zahl gibt es nicht.
Für die Praxis heißt das: Ein niedriger Teiler mitten in der Fläche, weit von jeder Grenze entfernt, ist in aller Regel unproblematisch. Je höher das Element und je näher es an die Grenze rückt, desto eher lohnt der Blick in die Landesbauordnung und in das Nachbarrechtsgesetz des jeweiligen Landes – und ein Anruf beim örtlichen Bauamt, das die baurechtliche Seite schnell einordnet. Wer sich später darauf berufen will, lässt sich die Auskunft schriftlich geben; die Frage des Grenzabstands unter Nachbarn ist damit allerdings noch nicht beantwortet, denn sie gehört ins Privatrecht und nicht vor das Bauamt. Dieser Anruf kostet zehn Minuten und erspart im ungünstigen Fall den Rückbau eines Elements, dessen U-Profile bereits einbetoniert im Boden stehen.
Zwei Dinge kommen hinzu. Erstens ist ein Gespräch mit dem Nachbarn auch dann sinnvoll, wenn rechtlich nichts dagegen spricht – eine Kante an der Grenze steht in seinem Blickfeld genauso wie im eigenen. Zweitens gilt für alle Elemente: Sie werden nach Maß gefertigt, und Maßanfertigung bedeutet, dass kein Widerrufsrecht besteht; Näheres regelt die Widerrufsbelehrung des Shops. Klären Sie die rechtliche Seite also vor der Bestellung, nicht danach.
In fünf Schritten geplant
Erstens: die Kante festlegen. Stellen Sie zwei Latten dorthin, wo der Teiler stehen soll, spannen Sie ein Tuch dazwischen und lassen Sie das ein paar Tage stehen. Gehen Sie in dieser Zeit den Garten wie gewohnt ab. Zonengrenzen, die auf dem Papier überzeugen, stehen im Weg, sobald Rasenmäher und Schubkarre täglich daran vorbeigeführt werden müssen.
Zweitens: die Höhe prüfen. Entscheiden Sie an Ort und Stelle, ob die Trennung nur optisch sein soll, ob sie den Weg stoppen soll oder ob tatsächlich Sicht weggenommen wird. Prüfen Sie im Sitzen, im Stehen und vom Fenster aus. Kommt dabei heraus, dass eine geschlossene Fläche gebraucht wird, ist die Sichtschutzwand das richtige Erzeugnis und nicht der Raumteiler.
Drittens: Länge und Aufteilung. Messen Sie die Strecke ab und überlegen Sie, ob sie durchgehend geschlossen sein soll oder ob ein Durchgang frei bleibt. Bei längeren Trennungen kommt die Frage dazu, ob die Elemente in einer Flucht stehen oder leicht versetzt – versetzt wirkt lockerer und lässt sich später eher ergänzen, ohne dass die Reihe geflickt aussieht.
Viertens: den Untergrund einschätzen. Gewachsener, fester Boden und ein niedriges Element sprechen für das Stecken; sandiger, lockerer oder aufgefüllter Untergrund, eine windige Lage, große Höhe oder eine lange Reihe sprechen für Punktfundamente. Diese Entscheidung fällt am besten vor der Bestellung, weil sie den Arbeitsaufwand am Aufbautag bestimmt.
Fünftens: Material und Stärke. Cortenstahl für die lange Standzeit, DC01 für die kürzere; zwei Millimeter für leichte, niedrige Elemente, drei oder vier dort, wo Reserve gebraucht wird. Für eine Anfrage genügen uns fünf Angaben: Länge, Tiefe und Höhe, das Material samt Stärke und ein Satz dazu, wie der Boden am geplanten Standort beschaffen ist. Alles Weitere lässt sich in Ruhe besprechen.


