
Pastinaken im Hochbeet anbauen
Pastinaken sind ein köstliches und nährstoffreiches Wurzelgemüse, das sich hervorragend für den Anbau in Hochbeeten eignet. Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege können Sie eine erfolgreiche Ernte genießen. Folgen Sie dieser einfachen Anleitung, um Pastinaken in Ihrem eigenen Hochbeet anzubauen.
Pastinaken im Hochbeet anbauen – los geht's
Schritt 1: Standort und Boden
Lichtbedarf: Pastinaken bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Bodenbeschaffenheit: Wählen Sie einen tiefgründigen, gut durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Vermeiden Sie stark lehmige oder steinige Böden.
Genau hier liegt der große Vorteil des Hochbeets: Die Pastinake bildet eine bis zu vierzig Zentimeter lange Pfahlwurzel und braucht dafür lockere, steinfreie Erde. Im gewachsenen Gartenboden trifft sie fast immer auf einen Stein oder eine verdichtete Schicht und wächst dann verzweigt oder krumm. Im Hochbeet lässt sich diese Tiefe von vornherein herstellen. Als Mittelzehrer steht die Pastinake im zweiten oder dritten Jahr nach dem Befüllen am besten.
Schritt 2: Vorbereitung des Hochbeets
Stellen Sie sicher, dass das Hochbeet ausreichend tief ist und lockern Sie den Boden gründlich auf. Fügen Sie Kompost oder gut verrotteten Mist hinzu, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen. Achten Sie darauf, dass der Kompost wirklich reif und feinkrümelig ist: Grobe Bestandteile und frischer Mist lassen die Wurzel sich gabeln, und aus einer geteilten Pastinake wird in der Küche nichts Rechtes. Dreißig bis vierzig Zentimeter feine, steinfreie Erde sind das Ziel.
Schritt 3: Aussaat
Zeitpunkt: Säen Sie die Samen im Frühjahr aus, idealerweise zwischen März und April. Achten Sie auf eine Aussaattiefe von 1-2 cm und einen Abstand von etwa 30 cm zwischen den Reihen. Ein Punkt entscheidet dabei über Erfolg oder Misserfolg, und er steht auf keiner Packung groß genug: Pastinakensamen sind nur ein Jahr keimfähig. Verwenden Sie ausschließlich frisches Saatgut aus der laufenden Saison – Restbestände vom Vorjahr laufen kaum noch auf, und das ist der häufigste Grund für leere Reihen. Rechnen Sie außerdem mit Geduld: Die Keimung dauert zwei bis vier Wochen. Ein paar Radieschen als Markiersaat dazwischen zeigen die Reihe an, damit beim Hacken nichts zerstört wird.
Schritt 4: Pflege
Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht und frei von Unkraut. Düngen Sie sparsam, da Pastinaken nicht viel Dünger benötigen. Wenn die Sämlinge einige Zentimeter groß sind, dünnen Sie sie aus. Zehn bis fünfzehn Zentimeter Abstand in der Reihe sind richtig; kneifen Sie die überzähligen Sämlinge ab, statt sie zu ziehen, damit die Nachbarwurzeln unversehrt bleiben. Hacken Sie nur flach. Ein Hinweis zum Umgang: Der Saft der Blätter kann in Verbindung mit Sonnenlicht Hautreizungen auslösen, ähnlich wie bei Bärenklau. Arbeiten Sie bei sonnigem Wetter mit langen Ärmeln und Handschuhen, wenn Sie viel im Laub zu tun haben.
Schritt 5: Ernte und Lagerung
Pastinaken sind ab Oktober erntereif. Ziehen Sie die Wurzeln vorsichtig aus dem Boden und lagern Sie sie bei Bedarf im Kühlschrank oder an einem kühlen, trockenen Ort. Warten Sie nach Möglichkeit den ersten Frost ab – die Pflanze wandelt bei Kälte Stärke in Zucker um, und die Wurzeln werden dadurch deutlich süßer und aromatischer. Am einfachsten lagern Pastinaken ohnehin dort, wo sie gewachsen sind: Sie sind sehr frosthart und können den Winter über im Hochbeet bleiben, abgedeckt mit einer Schicht Laub, und werden nach Bedarf geerntet. Bis März sollten sie heraus sein, danach schießen sie.
Tipp
Beachten Sie die Fruchtfolge. Zu vermeiden ist dabei nicht die Nachbarschaft zu Kreuzblütlern, sondern die zu den eigenen Verwandten: Die Pastinake gehört zu den Doldenblütlern, ebenso wie Möhre, Sellerie, Petersilie, Fenchel und Dill. Nach diesen Kulturen sollten drei bis vier Jahre vergehen, bevor wieder Pastinaken auf dieselbe Fläche kommen – sie teilen sich Krankheiten und Schädlinge im Boden, allen voran die Möhrenfliege. Ein feinmaschiges Kulturschutznetz über dem Beetrand hält diese zuverlässig ab.


