📞
Service 0800/0110113
🤲
Qualität Handgemacht in Deutschland
🚚
Versand Kostenlos DE-weitDeutschlandweit
Hochbeete nach Maß - Logo
✦
Größe & Material frei wählbar Individuell für Sie
  • Ihr Warenkorb
  • 0 Artikel | 0,00 €
  • 0 | 0,00 €
  • Cortenstahl Hochbeete
  • Cortenstahl Sichtschutzwände
  • Cortenstahl Raumteiler
  • Cortenstahl Stützmauern
  • Trittsteine & mehr

Cortenstahl Hochbeete

Maßgefertigte Cortenstahl Hochbeete gefertigt in Deutschland - rechteckig, rund, L-Form, U-Form und abgesetzt

Rechteckiges Cortenstahl Hochbeet
Rechteckige Hochbeete Klassische rechteckige Hochbeete aus Cortenstahl individuell in Deutschland gefertigt
Rundes Cortenstahl Hochbeet
Runde Hochbeete Elegante runde Hochbeete aus Cortenstahl für harmonische Gartengestaltung
L-förmiges Cortenstahl Hochbeet
L-Form Hochbeete Platzsparende L-Form Hochbeete für Ecken und Kanten im Garten und auf der Terrasse
U-förmiges Cortenstahl Hochbeet
U-Form Hochbeete Praktische U-Form Hochbeete aus Corten für optimale Raumnutzung im Garten
Abgesetztes Cortenstahl Hochbeet
Abgesetzte Hochbeete Moderne abgesetzte Corten Hochbeete mit Terrassen-Effekt

Cortenstahl Stützmauern

3 und 4mm starke Stützmauern zur Hangabsicherung aus Cortenstahl

Cortenstahl Stützmauer
Stützmauer-Elemente Gerade Elemente, Ecken und Mauern mit Gefälle aus 3 und 4 mm starkem Cortenstahl
Online-Planer für Stützmauern und Hochbeete
Online-Planer Für größere Projekte: Mauerzüge mit Ecken oder Beetlandschaften zeichnen, Preis je Position sehen

Trittsteine & mehr

Dekorative Elemente aus Cortenstahl - Trittsteine, Auflageprofile und mehr

Cortenstahl Trittsteine
Trittsteine Stilvolle Trittsteine aus wetterbeständigem Cortenstahl
Cortenstahl Auflageprofile in L- oder U- Form
Auflage Profile 2mm starke Auflageprofile in L- und U-Form aus robustem Cortenstahl
Start › Blog › Hochbeet bepflanzen
Ein Hochbeet mit mehreren Gurkenpflanzen, die an einer senkrechten Rankhilfe aus Stäben und Schnüren emporwachsen, im Hintergrund weitere bepflanzte Beete
07.10.2026Hochbeet bepflanzen15 Min. Lesezeit

Inhalt

  1. Warum sich Gurken im Hochbeet besonders wohlfühlen
  2. Substrat und Standort für Gurken im Hochbeet
  3. Aussaat und Vorkultur im Hochbeet
  4. Rankhilfe im begrenzten Raum
  5. Passende Sorten für das Hochbeet
  6. Gießen: der größte Wasserverbraucher im Hochbeet
  7. Düngung und Fruchtfolge im Hochbeet
  8. Blattläuse und Mehltau am engen Standort
  9. Laufende Pflege: Ausgeizen und Beobachtung
  10. Ernte im begrenzten Raum

Gurken im Hochbeet anbauen

Gurken wachsen im Hochbeet spürbar anders als im gewachsenen Gartenboden. Wenn Sie bisher nur die Anzucht im Freiland kennen, lohnt es sich, beim Wechsel ins Hochbeet einige Gewohnheiten anzupassen: Die Fläche ist kleiner, der Wurzelraum endet an der Wand, und die Füllung verhält sich in Sachen Wärme, Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung anders als der Boden, in dem Gurken ursprünglich wachsen würden. Kennt man diese Besonderheiten, lassen sie sich gezielt nutzen, statt von ihnen überrascht zu werden.

Dieser Beitrag beschreibt, was beim Gurkenanbau speziell im Hochbeet zu beachten ist: von der Substratvorbereitung über die Wahl der passenden Sorte und die Rankhilfe auf begrenztem Raum bis zur Fruchtfolge und den Krankheiten, die sich am engen Standort schneller ausbreiten als im offenen Garten. Möchten Sie sich zunächst grundsätzlich mit dem Anbau von Gurken beschäftigen, finden Sie die allgemeinen Grundlagen im Beitrag zum Thema Gurken anpflanzen im Garten. Hier geht es ausschließlich um das, was im Hochbeet anders läuft.

Ein Hochbeet mit mehreren Gurkenpflanzen, die an einer senkrechten Rankhilfe aus Stäben und Schnüren emporwachsen, im Hintergrund weitere bepflanzte Beete

Warum sich Gurken im Hochbeet besonders wohlfühlen

Die Füllung eines Hochbeets erwärmt sich im Frühjahr deutlich schneller als der gewachsene Gartenboden. Das liegt an der Zusammensetzung: Die unteren Schichten aus Ästen und Strauchschnitt, die darüberliegenden Rasensoden, Laub und Rasenschnitt sowie der grobe Kompost setzen bei ihrer Verrottung Wärme frei, und die gesamte Füllung liegt erhöht und damit besser besonnt als ebener Boden. Für Gurken, die zu den wärmebedürftigsten Kulturen im Gemüsegarten zählen und unter zehn Grad Bodentemperatur kaum keimen, ist dieser Vorsprung von einigen Grad im Frühjahr ein handfester Vorteil.

Hinzu kommt die Struktur der oberen Erdschicht. Die reife Erde, mit der ein Hochbeet oben zwanzig bis dreißig Zentimeter hoch befüllt wird, ist in aller Regel lockerer und durchlässiger als gewachsener Gartenboden, der über Jahre verdichtet wurde. Gurkenwurzeln bleiben flach und breiten sich seitlich aus, statt tief zu wandern, und genau diese oberflächennahe, gut durchlüftete Zone bietet Ihnen ein Hochbeet zuverlässig.

Dem stehen zwei Nachteile gegenüber, die sich aus derselben Eigenschaft ergeben. Weil sich die Füllung schneller erwärmt, trocknet sie bei Sonne und Wind auch schneller aus als gewachsener Boden, und weil der Wurzelraum an der Beetwand endet, kann eine Gurkenpflanze nicht ausweichen, wenn Wasser oder Nährstoffe knapp werden. Beide Punkte lassen sich mit den richtigen Handgriffen ausgleichen, sie sollten aber von Anfang an mitgedacht werden, statt erst dann aufzufallen, wenn die Pflanzen bereits welken.

Substrat und Standort für Gurken im Hochbeet

An die Füllung stellen Gurken im Hochbeet keine grundsätzlich anderen Ansprüche als an gewachsenen Boden, doch die Zusammensetzung entscheidet stärker über den Erfolg, weil kein umgebender Boden mehr ausgleicht. Die oberste Schicht sollte reif, nährstoffreich und locker sein, mit einem hohen Anteil an gut verrottetem Kompost.

Frischer, noch nicht durchgerotteter Kompost schadet den Wurzeln eher, als dass er nützt, deshalb sollten Sie vor der Pflanzung prüfen, ob der Kompost bereits dunkel und krümelig ist und nach Walderde riecht. Mehr zur Beurteilung von Reifegraden und zur richtigen Menge finden Sie im Beitrag Kompost für das Hochbeet.

Ein vollsonniger Standort mit mindestens sechs bis acht Stunden direkter Sonneneinstrahlung am Tag ist Voraussetzung. Gerade in kleineren Gärten, in denen das Hochbeet oft an eine Hauswand oder einen Zaun gerückt wird, lohnt sich vorab ein Blick auf den Schattenwurf im Tagesverlauf, denn Gurken reagieren auf zu wenig Licht mit dünnen, langgezogenen Trieben und wenigen Blüten. Windgeschützte Lagen sind vorteilhaft, weil starker Wind die großen, wasserreichen Blätter mechanisch belastet und die Verdunstung zusätzlich erhöht.

Bauen Sie im selben Hochbeet mehrere Kulturen gemeinsam an, sollten Gurken nicht direkt neben stark schattenwerfende Nachbarn wie hochwachsende Stangenbohnen stehen, sofern die Gurken nicht ohnehin selbst an einer hohen Rankhilfe wachsen. Innerhalb der Reihe verträgt sich die Gurke gut mit tiefwurzelnden Kulturen, die den oberflächennahen Wurzelraum nicht mit ihr teilen.

Aussaat und Vorkultur im Hochbeet

Eine Direktsaat ins Hochbeet ist möglich, sobald sich die Füllung ausreichend erwärmt hat, was durch die erhöhte Lage und die Verrottungswärme in der Regel früher der Fall ist als im Gartenbeet. Trotzdem bleibt Vorsicht angebracht: Gurken sind frostempfindlich, und ein einzelner kühler Nachttermin kann junge Keimlinge zurückwerfen. Möchten Sie sicherer gehen, ziehen Sie die Pflanzen einige Wochen vorher auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vor und pflanzen kräftige Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Hochbeet.

Bei der Direktsaat werden die Samen etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde gelegt, mit einem Reihenabstand, der die spätere Rankhilfe berücksichtigt. Da im Hochbeet meist deutlich weniger Fläche zur Verfügung steht als im Freiland, sollte der Pflanzabstand nicht nach den großzügigen Angaben für den offenen Garten bemessen werden, sondern an die geplante senkrechte Führung der Triebe angepasst sein. Wachsen die Pflanzen an Stäben oder einem Spalier nach oben, genügt pro Pflanze deutlich weniger Grundfläche als bei liegenden Ranken.

Junge Gurkenkeimlinge mit den ersten beiden Keimblättern wachsen in Reihen in der Erde eines Hochbeets

Nach dem Auflaufen sollten schwache oder verkümmerte Keimlinge entfernt werden, damit die kräftigeren Pflanzen genug Platz und Nährstoffe erhalten. Im begrenzten Volumen eines Hochbeets fällt eine zu dichte Bepflanzung schneller ins Gewicht als im Garten, weil sich die Wurzeln benachbarter Pflanzen dort früher in die Quere kommen.

Setzen Sie vorgezogene Jungpflanzen ein, sollten Sie diese vor dem Auspflanzen abhärten, also schrittweise an Außenluft und Sonne gewöhnen. Gurken reagieren empfindlich auf einen abrupten Wechsel von der geschützten Fensterbank ins freie Hochbeet, sichtbar an hängenden Blättern in den ersten Tagen nach der Pflanzung. Ein bewölkter, windstiller Pflanztag verringert diesen Schock deutlich.

Rankhilfe im begrenzten Raum

Eine Rankhilfe ist im Hochbeet fast schon Pflicht, nicht nur Option. Während Gurken im Garten mitunter auch liegend über den Boden wachsen dürfen, weil dort genug Fläche vorhanden ist, würde diese Wuchsform im Hochbeet innerhalb weniger Wochen die gesamte nutzbare Fläche beanspruchen und Nachbarkulturen verdrängen. Die senkrechte Führung an Stäben, einem Spalier oder einem Rankgitter löst dieses Platzproblem und hat einen weiteren Vorteil: Die Blätter hängen frei in der Luft, statt am feuchten Boden zu liegen, was das Risiko von Pilzerkrankungen senkt.

Nahaufnahme eines Rankgitters aus Holzstäben im Hochbeet, an dem sich Gurkenranken mit Blättern und ersten Früchten festhalten

Die Rankhilfe sollten Sie stabil in der Füllung verankern und deutlich höher wählen, als die Pflanze zum Zeitpunkt der Pflanzung erscheint, denn Gurken können unter guten Bedingungen mehrere Meter pro Saison wachsen. Bei einem Hochbeet mit begrenzter Höhe empfiehlt sich eine geneigte oder bogenförmige Führung, damit die Triebe nicht am oberen Ende der Stäbe enden und dann wieder nach unten fallen.

Ein zu locker gestecktes Gerüst kippt unter dem Gewicht der ausgewachsenen Pflanze samt Früchten leicht um, deshalb sollten die Stäbe tief genug in der Füllung sitzen oder an der Beetwand fixiert sein. Ist das Gerüst einmal umgeknickt, lassen sich Ranken und Früchte nur schwer wieder aufrichten, ohne einzelne Triebe abzubrechen, weshalb sich die feste Verankerung bereits bei der Pflanzung lohnt und nicht erst, wenn die ersten Früchte Gewicht auf das Gerüst bringen.

Die jungen Ranken finden selbstständig Halt an dünnen Stäben oder Schnüren, brauchen in der Anfangsphase aber gelegentlich eine leichte Führung von Hand, damit sie sich nicht ineinander verhaken oder in die falsche Richtung wachsen. Wachsen mehrere Pflanzen dicht nebeneinander im selben Hochbeet, sollten die Ranken benachbarter Pflanzen nicht zu einem dichten Blätterdach verwoben werden, denn das erschwert später sowohl die Kontrolle auf Schädlinge als auch die Ernte.

Ein oft übersehener Effekt der senkrechten Kultur betrifft nicht die Statik des Hochbeets selbst, wohl aber die Windlast der Pflanze. Ein voll behangenes Rankgerüst bietet dem Wind deutlich mehr Angriffsfläche als eine liegende Pflanze, weshalb ein windgeschützter Standort bei senkrechter Führung noch wichtiger wird als ohnehin schon.

Passende Sorten für das Hochbeet

Nicht jede Gurkensorte eignet sich gleich gut für die senkrechte Kultur auf begrenzter Fläche. Schlankwüchsige Salatgurken mit langen, geraden Früchten lassen sich gut an einer Rankhilfe führen und liefern über die Saison verteilt eine überschaubare Zahl großer Früchte. Snackgurken, kleiner und meist in dichterer Folge tragend, passen gut zu Hochbeeten, in denen Sie häufiger ernten möchten, etwa wenn Kinder im Haushalt gerne selbst zwischendurch naschen.

Einlegegurken, die kompakter wachsen und viele kleine Früchte in kurzer Zeit ausbilden, benötigen für eine ergiebige Ernte tendenziell mehr Pflanzen auf gleicher Fläche als großfruchtige Salatgurken, was im begrenzten Hochbeetraum gegen sie sprechen kann. Steht nur ein einzelnes oder wenige Hochbeete zur Verfügung, fährt man oft besser mit ein bis zwei kräftigen Salat- oder Snackgurkenpflanzen als mit vielen kleineren Einlegesorten.

Ein Erntekorb mit mehreren kleinen Snackgurken und einer längeren Salatgurke, frisch aus dem Hochbeet geerntet

Rein weibliche Sorten, bei denen fast ausschließlich Fruchtblüten statt männlicher Blüten entstehen, tragen zuverlässiger und ohne Bestäubung, was ihnen in einem kleinen, möglicherweise durch Netze gegen Schädlinge geschützten Hochbeet einen Vorteil verschafft, weil die Bestäubung durch Insekten dort naturgemäß seltener stattfindet als im offenen Garten. Setzen Sie ein Kulturschutznetz ein, sollten Sie diesen Punkt bei der Sortenwahl mitbedenken, da ein dauerhaft geschlossenes Netz Bestäuber vom Beet fernhält.

Gießen: der größte Wasserverbraucher im Hochbeet

Gurken bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und verdunsten über ihre breiten Blätter entsprechend viel davon. Im Hochbeet, dessen Füllung schneller austrocknet als gewachsener Boden, wird die Wasserversorgung damit zur wichtigsten laufenden Pflegemaßnahme.

Die allgemeine Richtgröße für ein freistehendes Hochbeet liegt bei fünfzehn bis zwanzig Litern je Quadratmeter und Woche in heißen Wochen, in Gaben von zehn bis fünfzehn Litern, selten dafür durchdringend gegossen, am besten morgens. Mit der Fingerprobe in fünf Zentimeter Tiefe erkennen Sie zuverlässig, ob tatsächlich gegossen werden muss oder ob die obere, schnell abtrocknende Schicht nur täuscht.

Bei Gurken lohnt es sich besonders, direkt an die Wurzeln zu gießen und die Blätter dabei trocken zu halten, denn nasses Laub begünstigt genau die Pilzkrankheiten, die am engen Standort ohnehin ein größeres Problem darstellen als im offenen Garten. Eine Gießkanne mit langem Auslauf oder ein Tropfschlauch, der direkt am Wurzelbereich verlegt wird, erfüllt diesen Zweck zuverlässiger als das großflächige Gießen von oben.

Bei mehrtägiger Abwesenheit sollten Sie für Gurken im Hochbeet nicht auf eine automatische Bewässerung verzichten, sofern das Beet in dieser Zeit voll besonnt bleibt. Anders als tiefwurzelnde Kulturen, die etwas länger von einer Wasserreserve im Untergrund zehren können, reagieren die flachen Gurkenwurzeln schneller auf Trockenheit, und ein einmal welk gewordener Trieb erholt sich selbst nach dem nächsten Gießen oft nur unvollständig.

Ausführliche Hinweise zu Gießintervallen, Zeitschaltuhren und den drei Ausnahmen von der üblichen Gießmenge finden Sie im Beitrag Hochbeet richtig gießen. Für Gurken im Hochbeet gilt dabei, dass die flache Durchwurzelung eher zu den dort genannten Kurzkulturen passt als zu den tiefwurzelnden Arten, auch wenn die Gurke selbst kein klassisches Beispiel dafür ist.

Eine Mulchschicht von drei bis fünf Zentimetern auf der Erdoberfläche hilft, die Verdunstung zu bremsen und die Bodentemperatur auszugleichen. Rindenmulch ist im Gemüsebeet ungeeignet, geeignet sind dagegen Rasenschnitt in dünnen Lagen, Stroh oder angetrocknetes Laub, die zugleich beim Verrotten Nährstoffe nachliefern.

Düngung und Fruchtfolge im Hochbeet

Gurken zählen zu den Starkzehrern und sollten deshalb bevorzugt in den ersten beiden Jahren nach der Befüllung eines Hochbeets stehen, wenn die Füllung noch reich an leicht verfügbaren Nährstoffen aus der Verrottung ist. Steht Ihr Hochbeet bereits im dritten oder vierten Standjahr und ist in die Phase der Mittelzehrer übergegangen, sollten Sie zusätzlich düngen, um denselben Ertrag zu erreichen wie in den ersten Jahren.

Wer die Fruchtfolge von Jahr eins und zwei mit Starkzehrern, Jahr drei und vier mit Mittelzehrern und ab Jahr fünf mit Schwachzehrern konsequent einhält, findet ausführliche Hinweise dazu im Beitrag Hochbeet düngen: was, wann und wie viel. Für die Gurke bedeutet das in der Praxis, den Platz in den ersten beiden Standjahren bevorzugt für sie zu reservieren und sie in späteren Jahren durch eine andere, genügsamere Kultur zu ersetzen.

Während der Fruchtbildung profitieren Gurken von einer kaliumbetonten Düngung, die die Ausbildung der Früchte unterstützt, ohne übermäßiges Blattwachstum auf Kosten des Ertrags zu fördern. Eine Überdüngung mit stickstoffbetonten Mitteln zeigt sich bei Gurken an auffällig großen, dunkelgrünen Blättern bei gleichzeitig ausbleibendem Fruchtansatz, ein Zeichen, das im begrenzten Volumen eines Hochbeets schneller auffällt als im weiträumigeren Gartenboden.

Da Gurken zu den Kürbisgewächsen zählen, gehört bei der Fruchtfolgeplanung auch der Abstand zu anderen Kürbisgewächsen wie Zucchini oder Kürbis in dieselbe Überlegung, auch wenn hierfür keine so strenge Anbaupause gilt wie die drei bis vier Jahre bei den Kreuzblütlern. Baut man im selben Hochbeet regelmäßig Kürbisgewächse an, notiert man sich am besten über mehrere Jahre die Standorte, um einseitige Nährstoffauszehrung im begrenzten Volumen zu vermeiden.

Ein zusätzlicher Blick lohnt sich auf die Sackung der Füllung: Fünf bis fünfzehn Zentimeter im ersten Jahr sind normal und werden im Frühjahr aufgefüllt. Bleibt diese Auffüllung aus, sinkt der Wurzelraum ab und die Füllung verdichtet sich stärker, was gerade Starkzehrer wie die Gurke in ihrer Entwicklung bremst.

Blattläuse und Mehltau am engen Standort

Der begrenzte Raum eines Hochbeets, der beim Wachstum viele Vorteile bringt, wirkt sich bei Schädlingen und Krankheiten in die andere Richtung aus. Stehen mehrere Gurkenpflanzen dicht beieinander und ist die Luftzirkulation zwischen den Blättern eingeschränkt, verbreiten sich Blattläuse und Mehltau dort schneller als zwischen weiter auseinanderstehenden Pflanzen im offenen Garten.

Nahaufnahme eines Gurkenblatts mit einer Kolonie grüner Blattläuse an der Blattunterseite und den jungen Trieben

Blattläuse siedeln sich bevorzugt an jungen Trieben und Blattunterseiten an und saugen dort Pflanzensaft, was zu verkrüppelten Blättern und geschwächtem Wachstum führt. Im Hochbeet sollten Sie gerade die oberen Triebspitzen regelmäßig kontrollieren, weil sich ein Befall dort unbemerkt schnell auf die dicht benachbarten Pflanzen ausbreiten kann.

Ein kräftiger Wasserstrahl entfernt einen beginnenden Befall oft schon zuverlässig, bei stärkerem Auftreten helfen Schmierseifenlösungen oder das gezielte Fördern von Nützlingen wie Marienkäfern und Florfliegen, die sich mit einem Angebot an blühenden Pflanzen in der Nähe leichter ansiedeln.

Echter Mehltau zeigt sich als weißlicher, mehlartiger Belag auf der Blattoberseite und tritt bei Gurken besonders bei trockener Witterung und dichtem Bestand auf, wenn die Blätter kaum Luft bekommen. Falscher Mehltau bevorzugt dagegen feuchte Bedingungen und zeigt sich zunächst als gelbliche, eckig begrenzte Flecken auf der Blattoberseite mit einem grauen Belag auf der Unterseite. Beide Krankheiten lassen sich im Hochbeet durch ausreichenden Pflanzabstand, das konsequente Gießen an der Wurzel statt über das Laub und das frühzeitige Entfernen befallener Blätter eindämmen.

Nahaufnahme eines Gurkenblatts mit weißlichem, mehlartigem Belag durch echten Mehltau auf der Blattoberseite

Wer ein Kulturschutznetz gegen fliegende Schädlinge einsetzt, befestigt es auf der umlaufenden Oberkante des Hochbeets, unabhängig davon, ob dieses rechteckig, rund oder in einer anderen Form gebaut ist. Gegen Blattläuse eignet sich ein feinmaschiges Netz mit 0,8 Millimeter Maschenweite, wie es auch gegen den Erdfloh eingesetzt wird, allerdings nimmt ein dauerhaft geschlossenes Netz den Bestäubern zugleich den Zugang zu den Blüten, weshalb Sie bei samenfesten, auf Bestäubung angewiesenen Sorten zwischen Schutz und Ertrag abwägen sollten.

Laufende Pflege: Ausgeizen und Beobachtung

Anders als bei Tomaten ist ein konsequentes Ausgeizen bei Gurken nicht bei jeder Sorte notwendig, kann aber gerade im Hochbeet sinnvoll sein, um die Pflanze kompakter zu halten und Licht sowie Luft an die unteren Blätter zu lassen. Seitentriebe, die sich in den Blattachseln der unteren Etagen bilden, können entfernt werden, wenn sich das Rankgerüst sonst zu dicht verzweigt und die Übersicht über den Bestand verloren geht.

Eine Hand entfernt vorsichtig einen jungen Seitentrieb aus der Blattachsel einer Gurkenpflanze im Hochbeet

Sie sollten die Pflanzen im Hochbeet regelmäßiger kontrollieren, als Sie es im weitläufigeren Garten vielleicht gewohnt sind, weil sich Probleme dort schneller auf die gesamte, eng zusammenstehende Kultur auswirken. Ein kurzer Blick unter die Blätter, auf die Triebspitzen und auf die Erdoberfläche, am besten alle paar Tage im Vorbeigehen, reicht meist aus, um Schädlingsbefall, welke Triebe oder Trockenstress frühzeitig zu erkennen, bevor daraus ein größeres Problem wird.

Wachsen mehrere Gurkenpflanzen im selben Hochbeet, sollten sie so weit auseinandergezogen werden, dass Licht und Luft zwischen die Reihen gelangen, auch wenn das bedeutet, dass insgesamt weniger Pflanzen in das Beet passen als rein rechnerisch möglich wären. Ein dichter, undurchlässiger Blätterwald sieht zwar üppig aus, begünstigt aber genau die Probleme, die man mit einer durchdachten Rankführung vermeiden wollte. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, den Bestand eher zu licht als zu dicht zu halten, denn ein zu dicht bepflanztes Hochbeet lässt sich später kaum noch auslichten, ohne einzelne Pflanzen ganz zu opfern.

Ernte im begrenzten Raum

Gurken sollten regelmäßig geerntet werden, denn je öfter geerntet wird, desto mehr neue Früchte bildet die Pflanze nach. Im Hochbeet, wo pro Pflanze meist weniger Platz zur Verfügung steht als im Garten, macht sich eine verzögerte Ernte besonders bemerkbar: Eine überreif gewordene, dicke Frucht bindet Kraft, die der Pflanze sonst für den Ansatz weiterer Blüten fehlt, und bei begrenzter Pflanzenzahl wirkt sich das stärker auf den Gesamtertrag aus als in einem großen Bestand mit vielen Pflanzen.

Eine Hand schneidet eine reife Gurke mit einem Messer von der Rankhilfe im Hochbeet ab und legt sie in einen Korb

Geschnitten wird mit einem scharfen Messer oder einer kleinen Schere, statt die Frucht vom Stiel abzudrehen, was die Ranke beschädigen kann. Der richtige Erntezeitpunkt hängt von der Sorte ab: Salatgurken werden meist geerntet, sobald sie ihre sortentypische Länge erreicht haben und die Schale noch glänzt, Snackgurken dagegen oft schon deutlich kleiner, wenn sie besonders knackig schmecken sollen.

Am Ende der Saison, wenn die Erntemenge spürbar nachlässt und die Nächte kühler werden, können Sie die Pflanze abräumen und das Rankgerüst entfernen, um das Hochbeet für die nächste Kultur oder für eine Gründüngung freizumachen. Behalten Sie die Fruchtfolge im Blick, notieren Sie sich an dieser Stelle am besten gleich, in welchem Bereich des Hochbeets die Gurken gestanden haben, damit im folgenden Jahr eine andere Kultur an diese Stelle rückt.

Insgesamt zeigt sich beim Gurkenanbau im Hochbeet ein wiederkehrendes Muster: Die Vorteile der wärmeren, lockeren Füllung und der übersichtlichen Fläche lassen sich gut nutzen, sofern die damit verbundenen Anforderungen an Wasser, Rankführung und Kontrolle ernst genommen werden. Wer diese Punkte von Beginn an mitdenkt, kann sich auf eine Ernte freuen, die pro Quadratmeter oft ergiebiger ausfällt als im offenen Garten, ohne dass dabei mehr Fläche oder Aufwand nötig wäre, als ein einzelnes Hochbeet zur Verfügung stellt.

Mehr zum Thema Hochbeet bepflanzen

Am Rand eines Hochbeetes blühen Ringelblumen und Borretsch, während eine Schwebfliege vor einer der Blüten in der Luft stehtHochbeet allgemein
01.10.2026

Nützlinge im Garten fördern

Ein Garten ohne Schädlinge hat auch keine Nützlinge. Wer alles wegspritzt, nimmt den Räubern die Nahrung und bekommt beim nächsten Befall gar nichts mehr geschenkt. Wer wen frisst, was diese Tiere brauchen, was sie unbeabsichtigt tötet - und warum Nützlingsförderung keine schnelle Maßnahme gegen einen laufenden Befall ist.

Weiterlesen
Kartoffeln im HochbeetHochbeet bepflanzen
30.01.2025

Was sollte man nicht in ein Hochbeet pflanzen?

Obwohl die meisten Pflanzen im Hochbeet gut gedeihen, gibt es einige, die sich weniger dafür eignen. Dies liegt oft an ihrem Wurzelwachstum, ihrem Platzbedarf oder ihren spezifischen Anforderungen, die im begrenzten Raum eines Hochbeets schwer zu erfüllen sind. Hier sind einige Beispiele für

Weiterlesen
Ein lebendiges Hochbeet, das eine Mischung aus verschiedenen Gemüsesorten und Kräutern zeigt, die gesund zusammen wachsen. Veranschaulichung des Konzepts der vielfältigen Bepflanzung in einem Hochbeet.Hochbeet bepflanzen
25.12.2024

Was pflanzt man am besten im Hochbeet an?

Ein Hochbeet bietet viele Vorteile und ermöglicht den Anbau einer Vielzahl von Gemüsesorten. Hier sind einige der besten Optionen für das Hochbeet: 1. Mischkultur Pflanze verschiedene Gemüsesorten zusammen, die sich gegenseitig ergänzen. Zum Beispiel können Tomaten, Basilikum und Zwiebeln gut

Weiterlesen

Passende Produkte aus Cortenstahl

Cortenstahl Hochbeet in der Größe 200x100x80cm
Cortenstahl Hochbeet 200 x 100 x 80 cm

Individuell konfigurierbares Hochbeet ...

834 €*
Konfigurierbar
Material Größe Materialstärke Oberkante
Zusatz-Optionen
Wühlmausgitter Einlegeboden Zwischenwände Schneckenschutz Doppelte Außenfalz Noppenfolie Unkrautvlies
Größe wählen
Cortenstahl Hochbeet in der Größe 150x80x80cm
Cortenstahl Hochbeet 150 x 80 x 80 cm

Individuell konfigurierbares Hochbeet ...

640 €*
Konfigurierbar
Material Größe Materialstärke Oberkante
Zusatz-Optionen
Wühlmausgitter Einlegeboden Zwischenwände Schneckenschutz Doppelte Außenfalz Noppenfolie Unkrautvlies
Größe wählen
Cortenstahl Hochbeet in der Größe 80x80cm
Cortenstahl Hochbeet rund 80 x 80 cm

Individuell konfigurierbares Hochbeet ...

347 €*
Konfigurierbar
Material Größe Materialstärke Oberkante
Zusatz-Optionen
Wühlmausgitter Einlegeboden Zwischenwände Schneckenschutz Doppelte Außenfalz Noppenfolie Unkrautvlies
Größe wählen
Cortenstahl Hochbeet in der Größe 150x60x80cm
Cortenstahl Hochbeet 150 x 60 x 80 cm

Individuell konfigurierbares Hochbeet ...

584 €*
Konfigurierbar
Material Größe Materialstärke Oberkante
Zusatz-Optionen
Wühlmausgitter Einlegeboden Zwischenwände Schneckenschutz Doppelte Außenfalz Noppenfolie Unkrautvlies
Größe wählen

Meistgelesen

  • Hochbeet bepflanzen die besten Tipps
  • Hochbeete aus Metall auskleiden
  • Hochbeet mit Kräutern bepflanzen
  • Rhabarber im Hochbeet anbauen - so gelingt es
Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands
Handgefertigt in Deutschland
Maße frei wählbar
Kauf auf Rechnung

Hochbeete nach Maß

Cortenstahl-Hochbeete, individuell gefertigt in Deutschland

Hersteller

Alexander Schwarz

Wir fertigen Gartendeko aus Cortenstahl – jedes Stück nach Ihren Maßen, in eigener Metallbau-Werkstatt in Südhessen. Vom Zuschnitt über das Kanten bis zur Endkontrolle bleibt alles in einer Hand. Kein Zwischenhandel, keine Massenware.

  • Eigene Fertigung, kein Zukauf
  • Jedes Beet auf Maß gefertigt
  • Produktion in Deutschland

Sangenweg 20
64589 Stockstadt am Rhein
0800/0110113

Haben Sie Fragen? Wir antworten gerne.

Antwort meist innerhalb eines Werktags.

Wie wir mit Ihren Angaben umgehen, lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Hochbeete bepflanzen Kräuter im Hochbeet Metall auskleiden Häufige Fragen Online-Planer Blog
Kontakt-Formular Widerrufsrecht Jetzt widerrufen Impressum AGB Datenschutz
Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands Handgemacht Kauf auf Rechnung
Mengenrabatt ab 2.000,00 €: 5 – 30 %
WarenwertIhr Rabatt
ab 2.000,00 €5 %
ab 3.000,00 €10 %
ab 4.000,00 €15 %
ab 5.000,00 €20 %
ab 7.500,00 €25 %
ab 10.000,00 €30 %

Der Rabatt wird im Warenkorb automatisch abgezogen – es gilt der Warenwert Ihrer gesamten Bestellung.

Versandkosten Übersicht Ausland
Gewicht (kg) EU-Länder* Schweiz
ab 300180 €400 €
200 – 299130 €280 €
150 – 19980 €200 €
bis 14960 €170 €

*EU-Länder: Österreich, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande

* Alle Preise inkl. MwSt. – Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands

© Hochbeete nach Maß

Wir nutzen Cookies, um Ihnen bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Mehr Infos