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Welches Gemüse für Anfänger im Hochbeet?
Wenn du gerade erst mit dem Hochbeet-Gärtnern beginnst, sind einige Gemüsearten besonders geeignet:
1. Salat
Salat ist eine der besten Optionen für Anfänger. Er wächst relativ schnell, benötigt nicht viel Platz und kann über einen längeren Zeitraum hinweg geerntet werden. Verschiedene Sorten wie Kopfsalat, Rucola oder Lollo Rosso sind gute Auswahlmöglichkeiten. Fang am besten mit Pflücksalat an, also mit Sorten wie Lollo Rosso oder Eichblattsalat: Bei ihnen erntest du über Wochen die äußeren Blätter, während die Pflanze in der Mitte weiterwächst. Ein Kopfsalat dagegen ist mit einem Schnitt vorbei, und wenn alle zwölf gleichzeitig reif werden, hast du eine Woche lang Salat und danach ein leeres Beet. Säe deshalb lieber alle zwei bis drei Wochen eine kleine Portion nach. Salatsamen sind Lichtkeimer – sie werden nur angedrückt und dünn mit Erde übersiebt, keinesfalls tief vergraben. Wichtigster Punkt in der Pflege: gleichmäßig feucht halten. Trocknet der Salat aus, schießt er, wird bitter und ist nicht mehr zu gebrauchen.
2. Radieschen
Radieschen sind perfekt für Hochbeete geeignet, da sie schnell keimen und wachsen. Sie sind eine großartige Möglichkeit, erste Erfahrungen im Gemüseanbau zu sammeln, da sie oft innerhalb von 3-4 Wochen nach der Aussaat geerntet werden können. Zwei Fehler kosten fast alle Anfänger die erste Ernte, und beide sind leicht zu vermeiden. Der erste ist zu dichtes Säen: Radieschen brauchen rundherum drei bis fünf Zentimeter Platz, sonst bilden sie nur Blätter und keine Knolle. Lieber einzeln legen als aus der Tüte streuen – und wo doch zu dicht gesät wurde, nach dem Auflaufen beherzt vereinzeln. Der zweite ist ungleichmäßiges Gießen. Radieschen, die zwischendurch trocken stehen, werden holzig, pelzig und scharf; solche, die durchgehend feucht stehen, bleiben mild und knackig. Ernte zügig, sobald sie Daumengröße erreicht haben.
3. Kräuter
Kräuter wie Basilikum, Petersilie und Schnittlauch sind pflegeleicht und eine gute Wahl für Anfänger. Sie können in Töpfen oder direkt im Hochbeet angebaut werden. Bei den dreien gibt es allerdings deutliche Unterschiede. Schnittlauch ist tatsächlich anspruchslos, mehrjährig und treibt jedes Frühjahr von allein wieder aus – ein Kraut, mit dem nichts schiefgeht. Petersilie ist ebenfalls einfach, braucht aber Geduld: Sie keimt drei bis vier Wochen lang, und wer in dieser Zeit die Fläche austrocknen lässt oder sie versehentlich umgräbt, sieht nie eine Pflanze. Basilikum gilt zu Unrecht als Anfängerkraut. Es ist wärmebedürftig, verträgt keine kalten Nächte und keine nassen Füße; im Freien sollte es erst nach den Eisheiligen Mitte Mai gepflanzt werden. Ein guter Einstieg sind daneben Thymian, Oregano und Salbei, die Trockenheit vertragen und kaum Pflege brauchen. Nur Minze setzt du besser nicht direkt ins Beet – sie breitet sich über unterirdische Ausläufer aus und hat ein kleines Hochbeet binnen zwei Jahren für sich allein.
4. Zucchini
Eine Zucchini ist die dankbarste Pflanze, die ein neues Hochbeet tragen kann. Sie wächst schnell, verzeiht fast jeden Pflegefehler und liefert von Juli bis September laufend Früchte – aus einer einzigen Pflanze werden über die Saison leicht zwanzig Stück. Genau darin liegt auch der Haken: Eine Zucchini nimmt gut einen Quadratmeter ein und beschattet, was daneben steht. Setze deshalb nur eine, am besten an den Rand, sodass sie über die Beetkante hinaushängen kann. Sie ist ein ausgesprochener Starkzehrer und steht damit im ersten oder zweiten Jahr nach dem Befüllen genau richtig. Ernte die Früchte bei zwanzig Zentimetern Länge; wer sie zu Riesen auswachsen lässt, bekommt wässriges Fruchtfleisch und die Pflanze stellt die Blüte ein.
5. Buschbohnen
Buschbohnen sind der zweite verlässliche Einstieg. Sie brauchen keine Rankhilfe, keine Vorkultur und kaum Dünger, weil sie mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln ihren Stickstoff selbst aus der Luft binden – sie hinterlassen den Boden sogar angereicherter, als sie ihn vorgefunden haben. Gelegt werden sie ab Mitte Mai, wenn der Boden warm ist, in Horsten von fünf bis sechs Bohnen; früher gelegte faulen. Nach acht bis zehn Wochen wird geerntet, und regelmäßiges Pflücken hält die Pflanze in Produktion. Ein Hinweis, der in keiner Anleitung fehlen darf: Rohe Bohnen sind giftig und müssen immer gekocht werden.
Diese Gemüsesorten sind nicht nur einfach anzubauen, sondern bieten auch eine gute Möglichkeit, den Anbau von Gemüse im Hochbeet kennenzulernen und erste Erfolge zu erzielen. Denk daran, den Boden gut vorzubereiten, ausreichend zu gießen und bei Bedarf Unkraut zu entfernen, um beste Ergebnisse zu erzielen.
Drei Anfängerfehler, die sich leicht vermeiden lassen
Der häufigste ist zu dichtes Pflanzen. Ein volles Beet sieht im Mai gut aus, aber im Juli stehen sich die Pflanzen gegenseitig im Licht, trocknen nach Regen schlecht ab und werden anfällig für Mehltau. Halte dich an die Abstände auf der Samentüte, auch wenn die Fläche danach leer wirkt.
Der zweite ist zu häufiges, zu sparsames Gießen. Ein Hochbeet steht frei und trocknet von allen Seiten schneller aus als ebener Boden – in heißen Wochen braucht es fünfzehn bis zwanzig Liter je Quadratmeter und Woche. Gieße lieber zweimal in der Woche durchdringend als jeden Abend ein wenig: Kleine Gaben halten nur die oberste Schicht feucht und ziehen die Wurzeln nach oben, wo sie beim nächsten heißen Tag als Erste leiden.
Der dritte ist zu viel Dünger. In einem frisch geschichteten Hochbeet ist im ersten und zweiten Jahr reichlich vorhanden; wer zusätzlich düngt, treibt üppiges Blattwerk auf Kosten von Frucht und Geschmack und begünstigt Blattläuse. Warte ab, was das Beet von allein hergibt, und dünge erst nach, wenn die Pflanzen es dir zeigen.


