
Im Hochbeet Dill anbauen
Dill ist eine beliebte und vielseitige Kräuterpflanze, die sich hervorragend für den Anbau in Hochbeeten eignet. Sie ist nicht nur pflegeleicht, sondern bringt auch einen frischen, aromatischen Geschmack in Ihre Küche. Folgen Sie dieser einfachen Anleitung, um Dill erfolgreich in Ihrem Hochbeet anzubauen.
Im Hochbeet Dill anbauen: Los geht's
Schritt 1: Hochbeet vorbereiten
Wählen Sie einen sonnigen Standort für Ihr Hochbeet. Stellen Sie sicher, dass das Beet eine ausreichende Höhe hat, mindestens 30 cm. Verwenden Sie gut durchlässige Blumenerde und mischen Sie diese mit Kompost. Die dreißig Zentimeter sind kein Richtwert ins Blaue: Dill bildet eine Pfahlwurzel und braucht diese Tiefe wirklich. Achten Sie außerdem auf einen windgeschützten Platz – die Pflanze wird bis zu einem Meter hoch, hat aber dünne, hohle Stängel und knickt im Sommergewitter leicht um.
Schritt 2: Erde vorbereiten
Verbessern Sie die Nährstoffe der Erde durch Beimischung von Kompost. Dill bevorzugt leicht sauren bis neutralen Boden. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 ist ideal. Gehen Sie mit dem Kompost sparsam um: Dill ist ein Schwachzehrer, und auf zu nährstoffreichem Boden wächst er zwar üppig, verliert aber an Aroma und schießt früher. Er steht deshalb im zweiten oder dritten Jahr nach dem Befüllen am besten, oder als Nachkultur dort, wo im Frühjahr Starkzehrer standen.
Schritt 3: Aussaat
Säen Sie die Dillsamen direkt im Frühjahr oder Spätsommer aus. Bedecken Sie sie leicht mit Erde und halten Sie den Boden gleichmäßig feucht. Ein halber Zentimeter genügt – Dill ist ein Lichtkeimer und braucht Helligkeit zum Auflaufen; tiefer eingebracht keimt er unzuverlässig. Der Zeitraum reicht von April bis August. Wichtig: Säen Sie immer direkt ins Beet. Wegen der Pfahlwurzel lässt sich Dill praktisch nicht verpflanzen, gekaufte Töpfchen kümmern nach dem Auspflanzen meist nur.
Schritt 4: Pflanzabstand beachten
Achten Sie auf einen Abstand von etwa 20-30 cm zwischen den Pflanzen, um ausreichend Platz für das Wachstum zu gewährleisten. Das gilt allerdings nur, wenn Sie kräftige Pflanzen für die Samenernte ziehen möchten. Geht es Ihnen um das Kraut, säen Sie deutlich dichter – fünf bis zehn Zentimeter genügen, die Pflanzen bleiben dann zarter und lassen sich als Ganzes schneiden. Ein Hinweis zur Nachbarschaft: Setzen Sie Dill nicht neben Fenchel. Die beiden kreuzen sich, was für die Samenernte ein Problem ist, und beeinträchtigen sich gegenseitig im Wuchs. Gurken, Möhren und Zwiebeln sind dagegen ausgezeichnete Nachbarn.
Schritt 5: Gießen
Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe. Trockenstress ist der häufigste Auslöser dafür, dass Dill vorzeitig in Blüte geht – eine Pflanze, die einmal zu trocken stand, holt das nicht wieder auf. Weil ein Hochbeet schneller austrocknet als der Gartenboden, ist gerade bei diesem Kraut Regelmäßigkeit wichtiger als Menge. Gießen Sie an der Wurzel; nasses, feingliedriges Laub trocknet schlecht ab und wird anfällig für Mehltau.
Schritt 6: Pflege
Regelmäßiges Entfernen von Unkraut und Düngen alle paar Wochen unterstützt das gesunde Wachstum des Dills. Halten Sie sich beim Düngen zurück – eine Handvoll reifer Kompost zu Beginn reicht für die ganze Kultur. Hacken Sie nur flach, die Wurzel ist empfindlich. Der wirksamste Pflegegriff ist ein anderer: Säen Sie alle drei bis vier Wochen nach. Dill ist kurzlebig und geht nach der Blüte ein; eine gestaffelte Aussaat auf kleiner Fläche liefert von Mai bis Oktober frisches Kraut.
Schritt 7: Ernte
Beginnen Sie mit der Ernte, sobald die Pflanzen gut gewachsen sind. Schneiden Sie die Dillzweige bei Bedarf ab. Etwa sechs bis acht Wochen nach der Aussaat ist es so weit. Ernten Sie das Kraut vor der Blüte – danach werden die Blätter spärlich und das Aroma wandert in die Dolden. Schneiden Sie die äußeren Triebe und lassen Sie die Spitze stehen, dann verzweigt sich die Pflanze. Frisch verwendet ist Dill am besten; getrocknet verliert er fast sein gesamtes Aroma, einfrieren erhält es dagegen gut.
Schritt 8: Samen ernten (optional)
Lassen Sie einige Blütenstände stehen, wenn Sie Samen ernten möchten. Ernten Sie die reifen Samen, indem Sie die trockenen Blütenstände abschneiden und die Samen herausschütteln. Schneiden Sie die Dolden, sobald sie sich bräunlich färben, und lassen Sie sie kopfüber in einer Papiertüte nachtrocknen – so geht kein Korn verloren. Die halbreifen, grünen Dolden sind zugleich der klassische Gurkendill zum Einlegen. Lassen Sie ruhig eine Pflanze ganz ausreifen: Dill sät sich im Hochbeet zuverlässig selbst aus, und die Blütendolden ziehen Schwebfliegen und Schlupfwespen an, die anderswo im Beet die Blattläuse kurz halten.
Tipps: Dill ist eine gute Begleitpflanze und hilft, Insekten anzuziehen, die Schädlinge fernhalten. Achten Sie bei der Samengewinnung auf ausreichend Abstand zu anderen Dillsorten, um Kreuzbestäubung zu vermeiden.


